Poetry-Slammer Remo Zumstein brachte den Saal mit seinen Texten zum Lachen. Bilder: Melanie Schnider
Poetry-Slammer Remo Zumstein brachte den Saal mit seinen Texten zum Lachen. Bilder: Melanie Schnider
Mit Liebesliedern, gesellschaftskritischen Songs und unerwarteten Witzen wartete «liederlich» mit Vanessa Maurischat, Christoph Drexler, Reto Zeller, Remo Zumstein und Lollo alias Lorenz Pichler (von links) auf.
Mit Liebesliedern, gesellschaftskritischen Songs und unerwarteten Witzen wartete «liederlich» mit Vanessa Maurischat, Christoph Drexler, Reto Zeller, Remo Zumstein und Lollo alias Lorenz Pichler (von links) auf.

Bühne

«Wo ein Wille ist, ist auch ein Trampelpfad»

Der Kabarettabend von «liederlich» im Kollegium Schwyz überzeugte mit Pointen und Scharfsinn.

Menschen zum Lachen zu bringen, ist nicht leicht. Wer diese Kunst jedoch beherrscht, sind die fünf Kleinkünstler, die am Samstagabend im Rahmen des Liedermacherfestivals liederlich in der Aula des Kollegis auftraten. Musiker und Gastgeber von liederlich, Reto Zeller, begrüsste mit Esprit vor jeder Darbietung die Poeten, beispielsweise mit «Die Kabarettistin Vanessa Maurischat kam vorgestern aus Berlin an. Klimaneutral ist sie mit dem Zug zum Flughafen gefahren.» Auf der Bühne demaskierte die Berlinerin mit Spitzfindigkeit weltberühmte Liebeslieder und zeigte deren Unlogik und Überschwänglichkeit auf – sehr zum Amüsement des zahlreichen Publikums.


Holländische und österreichische Inspirationsquellen


Der Poetry-Slammer Remo Zumstein aus Burgdorf erzählte über seine Erfahrungen beim Erlernen der niederländischen Sprache. Äusserst motiviert und in einem imaginären Möchtegern-Holländisch meinte er: «Wooo eine Wille ist, ist auch eine Trampelpfache» und zitierte Verse aus Goethes «Erlkönig» auf jene unterrichtsbedürftige Weise. Die Zuschauer lachten schallend. Anschliessend trat das österreichische Duo Christoph & Lollo auf, das die absurdesten Themen als Inhalt ihrer Lieder wählte. «Als ich hier in Schwyz ankam und die Berge und den See bestaunte, dachte ich mir: ‹Wow, das hat alles mal uns gehört›», witzelte Lollo mit Wiener Dialekt.


Bote der Urschweiz / Melanie Schnider

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

05.11.2019

Webcode

schwyzkultur.ch/EyJLHx