Sorgten für eine interessante Gesprächsrunde (von links): Andreas Lukoschik (Moderator), Rolf Kälin, Markus Schöb und Ruggero Tropeano. Bild Josef Blattmann
Sorgten für eine interessante Gesprächsrunde (von links): Andreas Lukoschik (Moderator), Rolf Kälin, Markus Schöb und Ruggero Tropeano. Bild Josef Blattmann

Dies & Das

«Wohnt Kunst?» – eine Gesprächsrunde mit Stubete

In der Werkhalle 30A in Siebnen ist noch bis zum 6. Oktober die Ausstellung «kunstHAUSkunst» zu sehen. Im Rahmen dieser Ausstellung fand am Sonntag eine Stubete statt.

Die Ausstellung habe ein schönes Echo erhalten, freut sich Zeno Schneider, der die Gäste zur Stubete mit Gesprächsrunde begrüsste. Der Verein Kunst Schwyz erschuf eine Ausstellung zum Thema Kunst im Wohnbereich. 53 Leihgeber stellten ihre Kunstobjekte zur Verfügung. Platziert wurden die Kunstgegenstände in der Werkhalle analog denjenigen Räumlichkeiten, in denen sie zu Hause ihren Platz haben. Andreas Lukoschik ist unter anderem Chefredaktor des Magazins «Y Mag». Er leitete die Gesprächsrunde mit Rolf Kälin, Möbelschreiner, Innenarchitekt und Inhaber eines Fachgeschäfts für Möbel und Innenausbau, Ruggero Tropeano, Architekt und Meister von sanften Sanierungen, darunter das Schloss Kyburg, sowie Markus Schöb, Geschäftsleiter der Galerie Widmer Auktionen AG in Zürich und St. Gallen und Sammler von Designermöbeln.


Schönheit von Kunst ist relativ


«Bei uns kamen Kunstwerke ab dem späten Mittelalter in die Wohnräume. Begonnen hat es mit kleinen Andachtsbildern. Das heutige Tafelbild hat im 19. Jahrhundert in gutbürgerlichen Kreisen Einzug gehalten», erklärte Schöb auf die Frage, wie Artefakte in den Wohnraum kamen. Im Verlauf der Gesprächsrunde kamen spannende Fragen auf, etwa diejenige, wie wichtig der repräsentative Charakter von Kunst sei. Für Tropeano haben Bilder nicht nur repräsentativen Charakter. Wichtig sei, dass man mit Bildern, die man selber ausgewählt hat, lebt. «Sie ist nicht wichtig, sie ist, wie sie ist und muss sich selber interpretieren.» Das war die Antwort Kälins auf die Frage, wie wichtig die Schönheit eines Bildes sei. Weitere Fragen waren unter anderem: Was hängt bei Künstlern zu Hause? Was sagt man, wenn ein Künstler fragt, wie man das Bild findet, das einem selber nicht gefällt? Oder was heisst wohnen? Zum Schluss der interessanten Gesprächsrunde wollte Lukoschik wissen, wie die Ausbeute dieser Ausstellung sei und ob man dies im Kanton Schwyz erwartet hätte.


Lob für die Aussteller


Für Schöb stellt die Ausstellung eine gute Mischung dar. Lob kam auch seitens Tropeano. Es gäbe da Kostbarkeiten, plastische Kunstwerke, die Raum benötigen und bei denen die Magie durch das Platzieren oder Aufhängen entstehe. Er lobte die Aussteller für ihre sehr gute Arbeit. Diese Aussage wurde mit herzlichem Applaus quittiert. Kälin attestierte den Kunstliebhabern im Kanton Schwyz einen guten Geschmack, denn bei seiner Tätigkeit als Innenarchitekt begegne er an vielen Orten guter Kunst. Für den perfekten musikalischen Rahmen sorgte das Duo Pirmin Huber (Kontrabass) & Fränggi Gehrig (Akkordeon) mit origineller, moderner Ländlermusik.


Höfner VolkVerena Blattmann

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

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Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

01.10.2019

Webcode

www.schwyzkultur.ch/pGKgth