Bundesrat Bohnenblust, gespielt von Alfred Stössel (rechts), versucht mithilfe seiner Sekretärin (Yvonne Scherpenhuijzen) und seinem Bruder (Jürg Züblin) die Schweiz umzuorganisieren.Bild Bettina Schärlinger
Bundesrat Bohnenblust, gespielt von Alfred Stössel (rechts), versucht mithilfe seiner Sekretärin (Yvonne Scherpenhuijzen) und seinem Bruder (Jürg Züblin) die Schweiz umzuorganisieren.Bild Bettina Schärlinger

Bühne

Teuflischer Besuch auf der Erde

Mit der Premiere desTheaterstücks «ZumTüüfel, Herr Bundesrat» starteten die Theaterfreunde Höfe am vergangenen Freitag in die diesjährigeTheatersaison und bereiteten den zahlreichen Besuchern in der Aula der MPS Riedmatt einen vergnüglichen Abend.

Dass die Theaterfreunde Höfe nicht nur Komödien, bei denen Klamauk undTrubel auf der Bühne im Vordergrund stehen, sondern auch leicht Satirisches publikumswirksam aufführen können, bewiesen sie am Freitag in der sehr gut besetzten Aula der MPS Riedmatt mit dem Stück «Zum Tüüfel, Herr Bundesrat». Die Komödie aus der Feder des Autors Hans Schimmel wurde in einer Dialektfassung von Franziska Meuwly und Jürg Züblin aufgeführt und fand beim Premierenpublikum sehr grossen Anklang. Für die Regie verantwortlich zeichneten Jürg Züblin und Patrizio Marinaccio. Textsicher und mit grossem schauspielerischem Talent gelang es den Darstellern, Pointen zu aktuellenThemen aus der Politik und dem Leben zu setzen und immer wieder für viele Lacher im Saal zu sorgen.

Die Hölle auf Erden

Bööli Bolisch (Erwin Stössel), ein Aufsichtsteufel, wird durch seinen Vorgesetzten wegen Vernachlässigung der Höllenpflichten auf die Erde beordert, um dort für Nachschub von neuen Seelen zu sorgen. Das Bundeshaus scheint denTeufeln dafür ein geeigneter Ort zu sein. Von Blitz und Donner begleitet auf der Erde angekommen, gibt sich Bööli bei der resoluten Bundesratssekretärin (Yvonne Scherpenhuijzen) als Berater des zerstreuten und vergesslichen Bundesrats Bohnenblust (Alfred Stössel) aus, um angeblich dessen politisches Image zu verbessern. Tatsächlich scheint Bohnenblust Vertrauen in den seltsamen Berater zu bekommen. Als im zweiten Akt ein unbekannter, immer positiv denkender Bruder von Bohnenblust auftaucht, scheint sich der Politiker immer mehr zwischen Himmel und Hölle zu bewegen. Wo wird seinWeg hinführen?

Klamauk zum Schluss

Im finalen dritten Akt scheinen sich die Ereignisse auf der Bühne, wie bei Komödien üblich, zu überborden. Handgreiflichkeiten und ein hervorragend gemimter Notfall sorgen für den nötigen Tumult, lässt die Schauspieler nochmals richtiggehend über sich hinaus wachsen und strapaziert so zum letzten Mal die Lachmuskeln des Publikums.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

27.10.2014

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schwyzkultur.ch/2UJxJm