Die turbulenten Szenen rund um das eingerostete Eheleben von Gisela und Willi Zimmermann kamen beim Premierenpublikum bestens an. Bild Christina Teuber
Die turbulenten Szenen rund um das eingerostete Eheleben von Gisela und Willi Zimmermann kamen beim Premierenpublikum bestens an. Bild Christina Teuber

Bühne

Turbulente Rettung einer Ehe

Mit dem Stück «Liebi, Fruscht und Schwigermuetter» stehen die Theaterfreunde Höfe seit der Gründung zum 13. Mal auf der Bühne. Die Geschichte über einen eingerosteten Ehealltag entlockte den Zuschauern viele Lacher und brach das eine oder andere Tabu.

Die Ehe ist ein komplexes Gebilde, das für die Beteiligten oft nicht mit der Wunschvorstellung eines harmonischen Zusammenlebens übereinstimmt. Aber so wild wie bei den Zimmermanns im Stück «Liebi, Fruscht und Schwigermuetter» von Hans Schimmel geht es wohl in keinem Haushalt zu und her. Seit 25 Jahren verheiratet, sind die Schmetterlinge im Bauch von Willi und Gisela Zimmermann längst ausgeflogen, die Anziehungskraft für den anderen hat sich in den Ehejahren immer mehr verflüchtigt. Das merken auch ihre beiden besten Freunde Paul und Trudi immer mehr.Unabhängig voneinander hecken sie einen Plan aus, wie sie dem verblassten Liebesleben der beiden Eheleute wieder neuen Schwung geben können – eine Anzeige im Internet für erotische Abenteuer soll es richten. In ihrem Frust stimmen Herr und Frau Zimmermann zu, doch ihnen unterläuft ein schwerwiegender Fehler: Willi wie auch Gisela geben aus Versehen ihre Wohnadresse in der Anzeige an. Fortan klingelt es ununterbrochen an der Tür, das Chaos nimmt seinen Lauf. Als dann auch noch Giselas Mutter zu Besuch kommt, läuft die Sache völlig aus dem Ruder. Kann man die Ehe überhaupt noch retten?

Humor muss sein

Seit 2003 aktiv, haben die Theaterfreunde Höfe fast jedes Jahr ein lustiges Stück gespielt. «Wir wollen die Zuschauer unterhalten und ihnen die Möglichkeit geben,vom Alltag Abstand zu nehmen»,erklärt Erwin Stössel,Präsident des Vereines,als Motto der Truppe. Seit August probte die achtköpfige Schauspieltruppe unter Regisseur Patrizio Marinaccio am aktuellen Stück. Dass witzig sein gar nicht so einfach ist, zeigte sich hier deutlich. «Gegen Ende haben wir uns dann schon gefragt, ob wir überhaupt noch lustig sind», sagt Stössel. Das Publikum hat dies unverkennbar bejaht. Das Stück der Theaterfreunde Höfe bietet jedoch nicht nur witzige Wortgefechte, sondern auch körperliches Spektakel und unvergleichliche Spannung. Wenn die Klingel an Wohnungstür läutet, hält jeder Zuschauer den Atem an. Steht ein neuer Liebhaber oder nur der Pöstler vor der Tür? Die Theaterfreunde Höfe spielen das aktuelle Stück noch bis am 5. November.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger (Christina Teuber)

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

24.10.2016

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schwyzkultur.ch/xf3hC9