Ist die Wollerauerin Priska Abegg vielleicht die beste Landfrauenköchin der Schweiz? Bild SF/Merly Knörle
Ist die Wollerauerin Priska Abegg vielleicht die beste Landfrauenköchin der Schweiz? Bild SF/Merly Knörle

Dies & Das

Wahre Gaumenfreuden aufgetischt

Zurzeit strahlt das Schweizer Fernsehen die Sendung «Landfrauenküche» aus – diesmal mit Schwyzer Beteiligung. Sieben Bäuerinnen, eine Aufgabe: Wer zaubert das beste Menü auf den Tisch? Gezaubert hat auch Priska Abegg-Sigrist. Die gebürtige Wollerauerin vertritt den Kanton Schwyz und hat ihren Mitkonkurrentinnen wahre Gaumenfreuden ermöglicht. Ob es zum Sieg reicht, zeigt sich übermorgen.

Bunter Blattsalat im Chäschörbli, Schweinsfilet im Teig auf Rotweinjus mit Bratgummeli und Gartengemüse und zu guter Letzt ein Chriesiträumli. Das war das Menü, das Priska Abegg-Sigrist ihren Mitkonkurrentinnen anlässlich der Sendung «Landfrauenküche» vom 25. September in ihrem Haus in Steinerberg aufgetischt hat. Die sechs Bäuerinnen waren begeistert von Abeggs Kochkünsten. «Die Kartoffeln waren perfekt und die Zucchetti kamen originell angerichtet daher», liess die Appenzellerin Heidi Ineichen vernehmen. «Und die Crème hat so perfekt mit den Chriesi harmoniert, da lachte das Herz nur noch.» Auch das Urteil von Diana Tscherry aus dem Wallis fiel positiv aus. «Die Dekoration war einmalig, sie war mit Leib und Seele gemacht.»

Viele Komplimente von Fans

Auch bei den Zuschauern ist Abegg gut angekommen. Verschiedene Blog- Besucherinnen überhäuften Abegg im Internet mit Komplimenten. «Die Sendung hat uns sehr beeindruckt», schrieb beispielsweise Dora Beck. «Ich hoffe, dass Sie gewinnen werden.» «Man spürte Ihr Herzblut und Ihre Liebe bis in unsere Stube hinein», hielt Martha Fasel fest, und Priska M. meinte: «Sie sind in der Sendung sehr echt und sympathisch rübergekommen.»

Fast wie heiraten

Dabei hat sich Abegg, die auf einem Bauernhof in Wollerau aufgewachsen ist und heute mit ihrem Mann Peter und ihren drei Buben auf einem kleinen Hof in Steinerberg lebt, gar nicht darum gerissen, bei «Landfrauenküche» mitzumachen. «Die Präsidentin der Schwyzer Bäuerinnenvereinigung hat mich sozusagen dazu überredet», erzählt Abegg. «Ich brauchte viel Bedenkzeit und meldete mich erst an, als ich die Gewissheit hatte, dass meine Familie und die Familie meines Mannes mich unterstützen.» Heute ist sie froh, dass sie an dem Projekt mitgewirkt hat. «Es war eine tolle Erfahrung, denn so etwas macht man nur einmal im Leben», sagt sie. «Es war fast wie heiraten. Man arbeitet auf ein Projekt hin, und am besagten Tag muss man es einfach nur geniessen. Das hat funktioniert. Ich habe es wirklich ausgekostet, obwohl es ein Chrampf war.» Am meisten freue sie sich über die gelungenen Bratgummeli. «Vor der Sendung habe ich dauernd von ihnen geträumt», so Abegg. «Jedes Mal, wenn ich im Traum den Deckel hob, waren sie schwarz.»

Viel Lob geerntet

Im Kanton Schwyz ist Abegg fast schon eine Berühmtheit. Sei es beim Blumenverkaufen am Wollerauer Wochenmarkt oder beim Einkaufen in Steinerberg, überall wird sie angesprochen, nicht selten auch von wildfremden Leuten. In der Woche, nachdem ihre Sendung ausgestrahlt worden war, klingelte Abeggs Telefon daheim an der Diezigenstrasse fast ununterbrochen, und der Briefkasten quoll über vor lauter Fanpost. «All das Lob, das war und ist mir manchmal fast unheimlich», sagt Abegg dazu. «Mein Mann Peter hingegen ist unheimlich stolz auf mich. Gerade er, der zu Beginn doch so skeptisch war.» Ob Abegg das friedliche Kochduell gewonnen hat, wird sich bald zeigen. Übermorgen strahlt SF1 die Finalsendung aus. Die Siegerin steht bereits fest, denn das Finale wurde vor zwei Wochen aufgezeichnet. Doch Abegg verrät nichts.«Das Ergebnis ist nicht wichtig», so Abegg. «Das Mitmachen allein war für mich und meine Familie eine echte Bereicherung.» Sie ist einfach nur froh, dass der Trubel vorbei ist. «Ich suche noch immer meinen Alltag», erklärt sie. «So vieles ist liegengeblieben.»

Landfrauenküche –
Das Finale

Freitag,
16. Oktober 2009
20.05 Uhr auf SF1

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

14.10.2009

Webcode

schwyzkultur.ch/SXmam8