Das Akkordeon Orchester Wollerau bereitete den Zuhörern mit einem vielseitigen Programm und einer feinfühligen Ausdrucksweise viel Freude. Bild Josef Blattmann
Das Akkordeon Orchester Wollerau bereitete den Zuhörern mit einem vielseitigen Programm und einer feinfühligen Ausdrucksweise viel Freude. Bild Josef Blattmann

Musik

Die Vielfalt des Akkordeons aufgezeigt

Ein vielseitiges Konzert auf hohem Niveau gab es gestern im Burgsaal des Verenahofs zu geniessen. Das Akkordeon Orchester Wollerau lud zum Jahreskonzert, das ergänzt wurde durch ein Mittagessen und eine Stubete.

Das Akkordeon Orchester Wollerau (AOW) unter der Leitung von Werner Jung und ergänzt durch den Schlagzeuger Reto Inderbitzin erfreute die zahlreichen Besucher mit einem vielseitigen Programm, das verschiedene Sparten der Musik berücksichtigte. Wolfgang Russ arrangierte in «Gilbert O’Sullivan in Concert» mit «Get Down»,«Clair» und «Matrimony» drei der bekanntesten Hits Raymond und Gilbert O’Sullivans zu einem Medley. Das AOW verstand es, den Songs, mal rockig, fein oder rassig, den passenden Ausdruck zu verleihen.

Wertschätzung ausgedrückt

Der Cha-Cha-Cha «Arakanga» ist eine Komposition des Dirigenten Werner Jung und gelangte, wie Präsidentin Cécile Banz erwähnte,vor zehn Jahren, am ersten Konzert des Dirigenten, zur Aufführung und stand auch auf dem Programm des diesjährigen Frühlingskonzerts. Doch vor der Aufführung überraschte das AOW Jung mit dem witzig getexteten Dirigentenlied nach der Melodie von «Alls was bruchsch uf de Wält, das isch Liebi». «Mit diesem Lied möchten wir unsere Wertschätzung gegenüber unserem Dirigenten ausdrücken», sagte Banz mit herzlichen Worten.

Englischer Humor

Bitterbösen englischen Humor beinhaltete das Schlusslied «Always Look on the Bright Side of Life» aus dem Film «Das Leben des Brain». Der gekreuzigte Brain singt darin, dass man auf die schönen Seiten des Lebens schauen soll. Diese Ironie war beim Zuhören greifbar. Ebenso konnte sich der Zuhörer in einem Tanzkaffee über das Parkett schwebend vorstellen beim «Just a Gigolo» von Leonello Casucci und Julius Brammer.Dieses Stück wurde mit einem besonders grossen, verdienten Applaus belohnt. Das genaue Spiel und die feinfühlige Ausdrucksweise des Orchesters beeindruckten die Zuhörer. Diese Eigenschaften machten auch «Maria Elena» von Lorenzo Barcelata oder das Lied «Love Theme for the Godfather» aus dem Film «Der Pate» zu einem Hörgenuss. Der Schottisch «Urnerbode-Kafi» von Kurt Albert, arrangiert von Renato Bui, setzte den Schlusspunkt unter den offiziellen Konzertteil, dem noch zwei Zugaben folgten. Nach dem Essen fand zum ersten Mal eine AOW-Stubete statt. Formationen aus den eigenen Reihen, ergänzt durch Gäste an Akkordeon, Piano oder Bass, boten beste, gepflegte musikalische Unterhaltung.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger (Verena Blattmann)

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

23.03.2015

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schwyzkultur.ch/7vEiPw