Pascal Destraz (links) zeigte mit seinen Brüdern Dominique (rechts) und Etienne, wie vielseitig die Musik auf Perkussionsinstrumenten sein kann. Bild Verena Blattmann
Pascal Destraz (links) zeigte mit seinen Brüdern Dominique (rechts) und Etienne, wie vielseitig die Musik auf Perkussionsinstrumenten sein kann. Bild Verena Blattmann

Musik

Drei Brüder, ein aussergewöhnliches Konzert

Am Freitag luden die Kulturkommission und die Musikschule Wollerau zum Konzert mit dem Perkussion-Ensemble 3D.

Wer sich zu Beginn des Konzerts in der Aula des Mittelpunktschulhauses Riedmatt in Wollerau vorgestellt hatte, laute oder gar eintönige Musik vorgesetzt zu bekommen, wurde eines besseren belehrt. Das Ensemble 3D, bestehend aus den drei Richterswiler Brüdern Dominique, Etienne und Pascal Destraz,entpuppte sich als äusserst vielseitig, virtuos und temperamentvoll und überraschte auch mit feiner, gefühlvoller Musik. Das Programm mit dem Motto «Perkussion aus aller Welt» führte die Zuhörer – nach einem ersten musikalischen Halt in der Schweiz mit einem traditionellen Trommelstück – unter anderem mit einem mitreissenden Samba nach Brasilien oder machte mit dem «La Neta Salsa» Lust zum Tanzen.

Verschiedene Instrumente

Die drei Profimusiker zeigten sich dabei als Könner auf verschiedenen Instrumenten. Nebst Schlagzeug kamen das Vibrafon, Xylofon, Glockenspiel und das Marimbafon zum Zug. Für zusätzlichen Rhythmus sorgten bei einigen Stücken auch zwei Kongas. Beim «amerikanischen Stück» wurde es etwas lauter. Begleitet von Dominique Destraz, Schlagzeuglehrer an der Musikschule Wollerau, setzten Etienne und Pascal Destraz zu Trommelwirbeln und Akrobatik mit den Stöcken an, und dies in unglaublich rasantem Tempo. Melodiös und fein, experimentell und mit der einen oder anderen disharmonischen Phase versetzt, so kann man die selber komponierte Filmmusik bezeichnen, der die von der Musik angetanen Zuhörer andächtig lauschten. Eher weniger zu hören sind Minimalstücke, bei denen es darum geht, die immer wieder gleichen Tonfolgen leicht verändert wiederzugeben. Das mit einem abrupten Schluss endende Minimalstück wurde von Etienne und Pascal Destraz vierhändig auf dem Marimbafon gespielt. Dominique Destraz vervollständigte das harmonische und schnelle, an sprudelndes Wasser oder einen Wasserlauf erinnernde Stück auf dem Vibrafon. Der bekannte Popsong «Africa» der amerikanischen Rockgruppe Toto setzte den Schlusspunkt unter ein Konzert, das speziell war, verblüffte und dessen Besuch sich lohnte. Mit frenetischem Applaus forderten die Zuhörer eine Zugabe und genossen den für einmal etwas anders interpretierten Song mit dem weltbekannten Refrain gleich ein zweites Mal.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger (Verena Blattmann)

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

21.09.2015

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schwyzkultur.ch/pZ1c94