Das Bläserensemble DiVent spielte Werke verschiedener Epochen: (v. l.) Janine Odermatt, Yoko Jinnai, Sebastian Rauchenstein, Roland Bamert und Gabriel Schwyter Bild Nina Gubler
Das Bläserensemble DiVent spielte Werke verschiedener Epochen: (v. l.) Janine Odermatt, Yoko Jinnai, Sebastian Rauchenstein, Roland Bamert und Gabriel Schwyter Bild Nina Gubler

Musik

Ein Stück Sommer im Herbst

Am Samstag und Sonntag spielte das Bläserensemble DiVent bereits seine fünfte Konzertsaison. Auf dem Programm standen Werke von Anton Reicha, Samuel Barber und Jacques Ibert.

Der Herbst zeigt sich bereits, doch das Bläserensemble DiVent holte den Sommer mit seiner Kammermusik noch einmal zurück. Die Flötistin Janine Odermatt, die Oboistin Yoko Jinnai, die Lachner Gabriel Schwyter und Roland Bamert an Klarinette und Fagott sowie der Wollerauer Hornist Sebastian Rauchenstein spielten am Samstag in der evangelisch-reformierten Kirche Wollerau und am Sonntag im evangelisch- reformierten Kirchgemeindehaus in Lachen drei Stücke, in denen man durch verschiedene Epochen der Zeit geführt wurde.


Wild und kraftvoll


Zum Start ertönte Anton Reichas «Bläserquintett in B-Dur, Opus 88 Nr. 5» mit einem leichten, heiteren Beginn, der zunehmend aufbrausender wurde. Zum Schluss des Stückes hatte das Horn die immer gleichbleibende Hauptstimme und wurde von den anderen Instrumenten umrahmt, was auch Chaconne genannt wird. Weiter ging es mit «Summer Music» von Samuel Barber. Sebastian Rauchenstein sagte zu diesem Stück: «Für Laien tönt es wie zusammengewürfelt, doch es wurde wirklich so komponiert, und genau das ist die Herausforderung dieses Stückes.» Wie erwähnt, war das Stück wild und kraftvoll zugleich, sehr expressiv, hatte aber auch ruhige Seiten. Zum Schluss gab es leichte Kost. Laut den Musikern ist das Stück von Jacques Ibert «Trois pièces brèves» selbsterklärend, also gut, um zurückzulehnen und zu geniessen. Das Publikum hörte dem Geschehen gespannt zu, bis die Bläser nach 60 Minuten ihren Auftritt beendeten. Die Besucher waren begeistert und holten das Quintett mit ihrem Beifall für eine Zugabe zurück auf die Bühne.


Höfner Volksblatt und March-Anzeiger / Nina Gubler

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

21.10.2019

Webcode

schwyzkultur.ch/tjU9j6