Dirigent Urs Bamert verstand es, den Musikverein Verena und den Jodlerklub Luegisland harmonisch zu vereinigen. Bild Verena Blattmann
Dirigent Urs Bamert verstand es, den Musikverein Verena und den Jodlerklub Luegisland harmonisch zu vereinigen. Bild Verena Blattmann

Musik

Eine ungewöhnliche Verbindung

Der Musikverein Verena bot am Samstag in der voll besetzten Mehrzweckhalle Riedmatt ein spezielles Konzert. Nachdem im ersten Konzertteil die Jugendblasorchester Höfe I und II zu hören waren, konzertierte der Musikverein Verena nach der Pause alleine und zusammen mit dem Jodlerklub Luegisland Wollerau.

Im ersten Teil des Konzerts traten diue Jugendblasorchester Höfe I und II abgewechselnd und schliesslich gemeinsam auf. Mit der Ernsthaftigkeit und dem Eifer, den die Jugendlichen unter der wechselnden Führung durch Urs Bamert, Thomas Dietziker undValentinVogt an denTag legten, konnte nichts schief gehen.

Das vielseitige Programm, das von «A Welsh Rhapsody» von Clare Grundman bis hin zu einem Medley aus den Federn von John Lennon und Paul McCartney reichte, gefiel dem Publikum. Und wer würde sich nicht gerne vom gefühlvoll gespielten «Wiegenlied der Robbe» von Eric Whitacre, mit Solistin Martina Petrig am Flügel, in den Schlaf wiegen las-sen? Das Publikum bekam auch mit dem beschwingten Ragtime «Lassus Trombone» von Henry Fillmore nochmals ein Solostück zu hören, in dem das ganze Posaunenregister, bestehend aus Jasmin Bisig, Jan Comerell, Martina Gresch, Stefan Meyer und Lou Weber, mit ihren Soli begeisterten. Andi Portmann führte jugendlich frisch durch den ersten Programmteil.

Viel Swissness enthielt der zweite Konzertteil, durch den Sara Gribble führte und bei dem sie den Jodlerklub Luegisland ausWollerau willkommen heissen durfte.

Gewitter und Volkslieder

Das feine Klarinettensolo zu Beginn der Fantasie für Jodelchor und Blasorchester mit dem Titel «Gwitternacht » liess zuerst nicht erahnen, was sich da musikalisch zusammenbrauen würde, wie gewaltig der Donner noch grollen sollte und dasWetter sich – mit schönem Jodel unterstrichen – dann wieder beruhigte.Wie dem Publikum, schien auch dem anwesenden Komponisten Edi Wallimann der Vortrag sehr zu gefallen.Thuri Bürgler, Leiter des Jodlerklubs, komponierte «D’r Sehnsuchts-Juuz», der von Edi Wallimann arrangiert wurde. Das Lied, durchzogen mit berührendem Jodelgesang und in feiner Harmonie mit den Musikern, drückte gefühlvoll aus, was der Titel verhiess.

Spannende Zusammenarbeit

In einer gekonnten, interessanten und trotzdem unverfälschten Art kamen vier traditionelle Volkslieder in «Swiss goes swing» daher, die von GilbertTinner arrangiert wurden. Einmal mehr waren auch an diesem Abend verschiedene musikalische Leckerbissen unter der hervorragenden Leitung von Urs Bamert zu hören. Die Zusammenarbeit mit dem Jodlerklub Luegisland entpuppte sich als abwechslungsreiche, gelungene Verbindung, die Musik hervorbrachte, der man gerne wieder einmal lauschen möchte.

Auch nach dem Konzert blieb der Musikverein Verena mit gepflegter Ländlermusik, gespielt von den Wollerauer Ländlerfründe dem Stil des Abends treu.

Höfner Volksblatt und March Anzeiger

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

29.04.2013

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schwyzkultur.ch/ZQchxW