Die Musiker (v. l.) Erich Tiefentaler, Esther Erni, Stefan Reimann, Marianne Corazza-Seegenschmidt und Max Oberholzer mit ihren Blasinstrumenten. Bild Fabia Morger
Die Musiker (v. l.) Erich Tiefentaler, Esther Erni, Stefan Reimann, Marianne Corazza-Seegenschmidt und Max Oberholzer mit ihren Blasinstrumenten. Bild Fabia Morger

Musik

Flötenklänge luden zum Tanz

Im Dachstock des Verenahofs in Wollerau luden die Kulturkommission und die Musikschule der Gemeinde zu einem Flötenkonzert ein. Gespielt wurdeTanzmusik aus verschiedenstenTraditionen und Epochen von den Musiklehrern der Musikschule.

Die vier Flötistinnen und Flötisten des Quartetts Flutastic und ein Fagottist luden am Freitagabend zu einem besonderen Konzert ein: Sie spielten Tanzmusik in ihrer ganzen Vielfalt, von Ballett überTango bis hin zu moderneren Klängen. Viele der Melodien hatte man bereits gehört, selten jedoch in dieser besonderen Konstellation. So spielten die Musikanten etwa Klassiker von Tschaikowsky, Debussy, Preisner und Bizet, aber auch unbekanntere Werke wie etwa das vom zeitgenössischen Komponisten Erich Tiefentaler, der selber Teil des Ensembles war.

Auch Filmmusik präsentiert

Auch aus der Filmmusik hatten sich die Musiker einige Stücke ausgesucht, wie zum Beispiel Ausschnitte aus Zbigniew Preisners Soundtrack zum Film «Trois Couleurs». Die Stücke hatten durchaus eine mitreissende Wirkung auf das Publikum. Vielerorts wurde mit dem Fuss mitgewippt, und zum Schluss gab das Ensemble angesichts des überwältigenden Applauses noch eine Zugabe mit dem berühmten zweiten Walzer von Dimitri Schostakowitsch.

Infos zu Instrumenten

Zwischen den Stücken gaben die Interpreten auch immer wieder Wissenswertes über ihre Instrumente und die Komponisten preis. Zu Beginn stellten etwa alle Flötisten ihre eigene Flöte vor, von der Piccoloflöte bis zur grossen Bassflöte, und der Fagottist Stefan Reimann spielte zum Vorstellen seines Instruments gleich eine kleine Kostprobe aus «Peter und der Wolf».

Anekdoten

Auch zwischendurch würzten die Musiker das Konzert mit interessanten Anekdoten zu den Musikstücken und deren Schöpfern. So erfuhren die Zuschauer, dass Bizet den Riesenerfolg seiner Oper Carmen gar nicht mehr miterlebte, da er kurz nach der Erstaufführung verstarb. Ähnlich erging es Carlos Gardel mit seinem berühmtenTango «Por una Carbeza».

Lehrer als Künstler

Das Lehrerpodium ist ein jährlich stattfindendes Konzert, an dem die Musiklehrer der Musikschule Wollerau für einmal die Gelegenheit bekommen, ihre künstlerische Seite zu zeigen. Dies gelang den fünf Musikern hervorragend. Mit ihrem vielseitigen Programm konnten sie dem Publikum die Vielseitigkeit der Blasinstrumente näherbringen. Mit einem Apéro wurde der musikalischeAbend beschlossen.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

22.09.2014

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schwyzkultur.ch/mY2ZmY