Vor Kurzem erst dem Verein beigetreten, spielten zwei der drei jungen Neumitglieder bereits beim Jahreskonzert mit. Bild Verena Blattmann
Vor Kurzem erst dem Verein beigetreten, spielten zwei der drei jungen Neumitglieder bereits beim Jahreskonzert mit. Bild Verena Blattmann

Musik

Konzert auf hohem Niveau

Gestern lud das Akkordeon-Orchester Wollerau zum Jahreskonzert ein. Im Burgsaal des Verenahofs in Wollerau konnten die Besucher nicht nur ein vielseitiges, anspruchsvolles Konzert geniessen, sondern sich im Anschluss an die Aufführung auch kulinarisch verwöhnen lassen.

Die zu Beginn vorgetragene «Ouvertüre Mexicaine» von Harry Schneiders deutete auf ein vielversprechendes Konzert hin. Bis die Formation dieses anspruchsvolle Stück, das auf das Neujahrskonzert der Kulturkommission Wollerau hin eingeübt wurde, auf diesem Niveau spielen konnte, wird sie einiges anVorbereitungszeit investiert haben. «Das ist der Grund, weshalb dieses Stück heute auch nochmals auf dem Programm steht», erklärte Präsidentin Cécile Banz bei der Begrüssung der zahlreichen Gäste. Es sei ein spezielles Konzert, das ganz im Zeichen der Jugend stehe, freute sie sich. Gleich drei junge Mitglieder haben nämlich den Weg in den Verein gefunden. Mit dem Echo vom Paradiesli, bestehend aus Michi, Alisha und Simon Reichmuth, sorgte nach dem Mittagessen zudem eine beliebte Nachwuchsformation für musikalische Unterhaltung.

Eine gefühlvolle Sache

Dirigent Walter Jung leitete sein Orchester, das am Schlagzeug von Reto Inderbitzin unterstützt wurde, wie immer sicher durch das Programm. Dieses beinhaltete verschiedene Musikrichtungen. Das Orchester bewies, dass es auch den Genres Pop, Rock ’n’ Roll, Blues oder Filmmusik ohne Probleme gewachsen ist. Beeindruckend war insbesondere immer wieder die gefühlvolle, feine Spielweise, die das Orchester auszeichnet. Viel Gefühl gepaart mit Melancholie vermittelte «Gabriellas Song» von Stefan Nilsson. Er beschreibt ein trauriges Schicksal aus dem Film «Wie im Himmel». Das Orchester mit Solistin Cécile Banz brachte diese Gefühle auf berührende Weise rüber.Gefühle spielten auch bei «Sentimental Journey» von Les Brown eine grosse Rolle. Das 1944 veröffentlichte und von Doris Day gesungene Lied galt als inoffizielle Hymne der aus dem Zweiten Weltkrieg zurückgekehrten amerikanischen Soldaten. Freude über die Heimkehr, aber auch viel unterschwelliges Leid über das Erlebte ist in dem Song zu erkennen.

Beeindruckende Leistung

Vielleicht vollführte beim abwechslungs- und variantenreich arrangierten Stück «La Pulce d’Aqua» von Angelo Branduardi ein Wasserfloh einen fröhlich beschwingten Frühlingstanz? Beim Refrain des mitreissenden Stücks «Y.M.C.A.», mit dem die Discoband Village People 1978 einen Hit landete, konnten sich die Zuhörer das Mitsingen nur mit Mühe verkneifen. Mit der Ballade «Music» von John Miles – gefühlvoll, melodiös und teilweise etwas dramatisch – endete das offizielle Konzertprogramm, dem noch Zugaben folgten.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

07.04.2014

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