Die Musikantinnen und Musikanten des Musikvereins Verena Wollerau boten an ihrem Winterkonzert Werke von Schweizern und Engländern, was insbesondere auch mit Dirigent David McVeigh harmonierte.  Bilder Eveline Corti
Die Musikantinnen und Musikanten des Musikvereins Verena Wollerau boten an ihrem Winterkonzert Werke von Schweizern und Engländern, was insbesondere auch mit Dirigent David McVeigh harmonierte. Bilder Eveline Corti
Wie immer überzeugte die Verena Wollerau mit ihrer breiten Instrumentierung.
Wie immer überzeugte die Verena Wollerau mit ihrer breiten Instrumentierung.

Musik

Konzert mit Königin Elizabeth und Mani Matter

Das Winterkonzert des Musikvereins Verena Wollerau begeisterte am Wochenende mit erstklassigen Musikanten und Dirigenten.

Der musikalische Leiter des Musikvereins Verena Wollerau, David McVeigh, dirigierte am Winterkonzert in der MGH Riedmatt in Wollerau voller Freude.Das gewählte Thema für das winterliche Konzert schien mit dem in England aufgewachsenen Dirigenten gut gewählt. Schweizer und englische Komponisten boten mit ihren Werken ein mitreissendes Programm, während die Flötistin Sara Gribble durch den Abend führte.

Schweiz und England vereint

In der ersten Hälfte des Konzerts spielte das Orchester ein Werk des Tessiners Franco Cesarini. Weiter auf schweizerischen Spuren gings nach St. Gallen. Dort wagte Gilbert Tinner, wie auch sein so benanntes Stück, von Wundern zu träumen. So ist vielleicht der Röstigraben auch nicht mehr so gross und wird musikalisch mit einem herausfordernden Stück übersprungen.Etwas kleiner als eine Sinfonie, schrieb der Westschweizer Thierry Besancon eine nur dreisätzige Sinfonie. Er benannte das verkleinerte Stück auch gleich Sinfonietta. Die Herausforderung für die Konzertisten bestand in Solos, in denen Eigenheiten des Instrumentes zu hören waren. «Katastrophe der Operngeschichte»

Endlich in England angekommen,wurde das Werk von Gustav Holst, «First Suite for Military Band», nur mit Blasinstrumenten gespielt. Zur damaligen Zeit war das überraschend und trug dazu bei, reine Blasorchester zu etablieren.

Nach diesem Erfolg des Komponisten kündigte Sara Gribble «die wohl grösste Katastrophe der Operngeschichte » Holsts an, die aber durchaus hörenswert ist. Dem englischen Komponisten Gustav Holst und seiner Tochter Imogen Holst wurde ein königlicher Auftrag zuteil, eine Oper zur Krönung von Königin Elizabeth I. zu schreiben. Die Oper stellte die Königin in einem überaus menschlichen Licht dar. Diese eine Oper ist den Briten allerdings ein Dorn im Auge und wenig nachproduziert worden. Das tat dem Erfolg von Gustav Holst jedoch keinen Abbruch. Das letzte Stück brachte die Kabarettszene der 30er-Jahre des letzten Jahrhunderts näher. Im Stück «Eine kleine Yiddishe Ragmusik» des Briten Adam Gorb mischten sich Scott Joplins Ragtime und jüdisches Volkslied. In der Kombination stand und spielte jedes Register im Mittelpunkt.

Mani Matter im Abendland

Die Zugabe eines «schwiizerdütschen Liedermachers» kannten alle. Nicht lange mussten die Zuschauer raten und es war klar. «Dr Sidi Abdel Assar vo el Hamma» konnte für seine Angebetete nicht die gewünschten 220Kamele bezahlen. Also ging er auf Nummer sicher und erhielt dafür eine intelligente Frau.

So endete ein toller Abend mit dem Musikverein Verena Wollerau, der sich von den Musikantinnen und Musikanten wie auch vom Dirigenten her als erstklassig herausstellte.

Das nächste Konzert des Musikvereins Verena findet am 6. April 2018 als Teddybärkonzert im Kindergarten der Primarschule Wollerau statt. Am 28. April 2018 folgt das Frühlingskonzert mit dem Jugendblasorchester Höfe in der MGH Riedmatt.


Höfner Volksblatt & March Anzeiger / Eveline Corti

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

05.12.2017

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schwyzkultur.ch/4ZVgFk