Das Blockflötenorchester Soprabasso zog sein Publikum mit einem vielfältigen Programm in den Bann. Bild Bettina Schärlinger
Das Blockflötenorchester Soprabasso zog sein Publikum mit einem vielfältigen Programm in den Bann. Bild Bettina Schärlinger

Musik

Neujahrskonzert mit besonderem Klangkörper

Am Samstagabend lud die Kulturkommission Wollerau zum alljährlich stattfindenden Neujahrskonzert in die Mehrzweckhalle Riedmatt in Wollerau ein. Es konzertierte das Blockflötenorchester Soprabasso und spielte ein vielfältiges Programm. Zu hören war Musik in verschiedenen Stilrichtungen, von Klassik bis zur Moderne.

Gespannt war die Stimmung vor dem Konzert auf das Kommende, doch das Blockflötenorchester Soprabasso aus Thalwil vermochte vom ersten Ton weg das Publikum zu überzeugen. Der erste Konzertteil stand unter der Leitung der Dirigentin Susanne Sägesser und war geprägt von klassischen Werken.

Spezielles Werk

Eröffnet wurde er durch ein von Colin Hand eigens für Blockflötenorchester komponiertes Werk. Das rhythmisch prägnante Stück stand im Gegensatz zu den folgenden venezianischen Klängen von «La Bergamasca» von Lodovico Grossi da Viadana. Dieses Werk für zwei Chöre, die getrennt voneinander spielten, hatte ein ganz besonderes Flair und demonstrierte die Raumakustik. Während vor der Pause die Werke an die vergangenen Festtage erinnerten, liess der zweite Konzertteil, in dem der Dirigent Bruno Manser den Taktstab führte, spüren, dass allmählich wieder der Alltag einkehrt, und zeigte dies musikalisch mit sehr abwechslungsreichen und nicht einfach zu spielenden Stücken von Traditionellem bis hin zur Filmmusik. Zu Beginn führte Manser mit seinen Spielern das Publikum auf einen Jahrmarkt von Scarborough. Paul Clark hat die bekannte Englische Volksweise in verschiedene Variationen gesetzt und zu erstaunlichen Klangperlen verarbeitet.

Staunen über Klangvielfalt

Mancher im Saal erinnerte sich während des Konzerts an seinen eigenen Blockflötenunterricht und fragte sich, wie die verschiedenen Flöten heissen und klingen mögen. Dieses Geheimnis lüftete der Dirigent auf humorvolle Art, indem er alle Instrumente, vom Garklein bis zu den Subbässen, von seinen Spielern zeigen liess und danach eine musikalische Kostprobe gab. Die gleiche Melodie einzeln gespielt von allen acht vertretenen Flötenarten ergab zum Schluss dem Gesamtspiel einen weichen und warmen Klangkörper. «Man staunt, wie leise die etwa zwei Meter grossen Subbässe klingen. In unserem Orchester sind die Kleinsten die lautesten», meinte Manser. Mit zwei Highlights aus dem Soundtrack des Films «Pirates of the Caribbean», bei denen den Instrumenten nicht nur klare Töne entlockt wurden, sondern zuerst auch befremdlich anmutende Klänge, die Windgetöse und Meeresrauschen darstellten, beendete das Orchester sein Konzert, spielte aber den Zuhörern gerne noch die geforderten Zugaben.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

09.01.2012

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schwyzkultur.ch/HEWRMD