Die Theatergruppe Sphinx anlässlich einer Probe für die Jubiläumsaufführung des Stücks «Der Zauberer von Oz». Bild zvg
Die Theatergruppe Sphinx anlässlich einer Probe für die Jubiläumsaufführung des Stücks «Der Zauberer von Oz». Bild zvg

Musik

Von Erfolg gekrönt

In den nur fünf Jahren ihres Bestehens ist die Musikschule Wollerau erfreulich schnell gewachsen. Das Angebot wird rege genutzt, und das vorgegebene Kostendach der Gemeinde ist bereits erreicht.

Seit fünf Jahren gibt es die Musikschule Wollerau. Keine wirklich beeindruckende Zahl. Und trotzdem haben die Verantwortlichen entschieden, dieses kleine Jubiläum zu feiern. Denn die Musikschule Wollerau ist eine Erfolgsgeschichte. Mit der Gründung im Jahr 2010 hat Wollerau die jüngste gemeindeeigene Musikschule der Schweiz .Es war eine Spätgeburt,dafür hat sich das Kind schnell und vor allem erfreulich gut entwickelt. Heute hat die Musikschule ihren festen Platz in der Gemeinde. Schülerkonzerte, Huusmusig- Konzert, Musikschullehrer live oder Theater- und Tanzaufführungen bereichern das kulturelle Leben im Dorf am Beckihoger.

Zertifikat

Letztes Jahr erhielt die Musikschule zudem das Qualitätszertifikat «Quarte». «Das alles freut mich sehr und macht mich stolz»,sagt Musikschulleiter Martin Albrecht. «Ein grosser Teil des Erfolgs geht auf die Arbeit der Musikschulkommission zurück. Sie war von Beginn weg sehr engagiert und kritisch.» Matchentscheidend sei auch das Engagement des ganzen Musikschulteams und was es nach aussen ausstrahlt. «Diesbezüglich haben wir grosses Glück», so Albrecht. «Unser Kollegium ist einfach grossartig.»

Stete Zunahme der Schülerzahl

Als Albrecht seine Anstellung als Leiter der Musikschule Wollerau antrat, hatte er gerade mal vier Monate Zeit, den Musikschulbetrieb zusammen mit seiner Mitarbeiterin Anita Hiestand vorzubereiten. Das schier Unmögliche gelang. Pünktlich auf den Beginn des Schuljahrs 2010/2011 fiel der Startschuss für den Betrieb der Musikschule. Von Anfang an wurde das Fächerangebot rege genutzt, auch von Erwachsenen. Die Anzahl Schüler wuchs während der letzten fünf Jahre kontinuierlich an. «Das Bedürfnis nach einer Musikschule ist offensichtlich vorhanden», resümiert Albrecht.Aktuell umfasst die Musikschule Wollerau 390 Schülerinnen und Schüler (davon 42 Erwachsene) mit 428 Fachbelegungen, die von insgesamt 21 Lehrpersonen unterrichtet werden.

Ensembles am wenigsten beliebt

Im Lauf der Zeit wurde das Fächerangebot laufend erweitert und den Bedürfnissen angepasst. «Für die Grösse der Gemeinde ist unser Angebot vielleicht fast etwas zu breit», gibt sich Albrecht selbstkritisch. «Hin und wieder kommt es vor, dass wir deswegen nicht genügend Teilnehmer für einen Kurs haben, sodass wir ihn nicht durchführen können. » Dies betrifft vor allem die Fächer Theater, Tanz und Kammermusik. Sie aus dem Angebot zu streichen, kommt für die Verantwortlichen dennoch nicht infrage.Sorgen bereitet Albrecht zudem der Ensembleunterricht. Er will nicht recht in die Gänge kommen.Dabei wäre gerade das gemeinsame Musizieren von grosser Bedeutung,findet Albrecht.«Ich denke,es hat damit zu tun,dass der Terminkalender der Jungen sehr voll ist und sie andere Interessen haben,die sie mehr favorisieren.»

Geeint statt verzettelt

Vieles, was sich Albrecht vorgenommen hat, ist in der Zwischenzeit in die Tat umgesetzt worden. Eine Vision hat er noch: dass die Musikschule dereinst unter einem einzigen Dach zusammengefasst wird. Mit dem geplanten Bildungszentrum Wollerau, das der Gemeinderat bis im Jahr 2019 realisieren möchte,bietet sich die Chance dazu.Als Vertreter der Musikschule ist Albrecht in die Planung einbezogen und verleiht den Anliegen des Musikschulkollegiums eine Stimme. Des Weiteren hofft Albrecht, dass sich bald eine gute Lösung für die finanziell angespannte Situation der Musikschule finden lässt. Denn das fix definierte Kostendach der Gemeinde in der Höhe von 470 000 Fr. ist bereits ausgeschöpft. Denkbar wäre, es nach oben zu korrigieren, die Elternbeiträge zu erhöhen oder nach weiteren Finanzierungsmöglichkeiten zu suchen. Der Ausschuss des Schulrats wird sich demnächst mit dieser Frage beschäftigen. Albrecht möchte möglichst vermeiden, dass neue Schüler auf eine Warteliste gesetzt werden müssen. «Das fände ich sehr bedauerlich. Es wäre schön, wenn alle jederzeit ungehindert Zugang zu musikalischer Bildung hätten.»

«Der Zauberer von Oz»

Mit zwei Jubiläumsaufführungen feiert die Musikschule Wolle

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

31.03.2015

Webcode

schwyzkultur.ch/CPZuVS