Auch ohne Taktstock hat Werner Jung sein Orchester jederzeit im Griff. Bild Paul A. Good
Auch ohne Taktstock hat Werner Jung sein Orchester jederzeit im Griff. Bild Paul A. Good

Musik

Von Renato Bui bis zu Abba und noch viel mehr

Das Akkordeonorchester Wollerau bot am Wochenende ein Konzert mit Musik quer durch alle Genres. Neben Klassikern von Frank Sinatra oder Abba wurde ein extra für den Dirigenten komponiertes Werk aufgeführt.

Eines darf oder muss zu Beginn gesagt werden: Die Abwesenden haben am Sonntag in der Aula des Schulhauses Riedmatt in Wollerau ein begeisterndes Akkordeon- Konzert verpasst. Unter der bewährten Leitung von Werner Jung zeigten die Spielerinnen und Spieler eindrücklich, dass dem eingespielten Akkordeonorchester in Bezug auf die Literaturauswahl praktisch keine Grenzen gesetzt sind. Nach dem Eröffnungsstück, das Renato Bui für seinen Freund Werner Jung komponiert hatte,zeigte das Orchester,dass es in allen Musikgenres zu Hause ist. Ob Stevie Wonder, Frank Sinatra oder Bobby Zaugg – die Spielerinnen und Spieler beherrschten jeden Musikstil. Vor allem der Walzer «Die Schlittschuhläufer » von Emil Waldteufel stellte eine echte Herausforderung dar. «Dieser Walzer klingt nur gut, wenn er schnell gespielt wird», so die klare Meinung des Dirigenten.Die Protagonisten teilten offensichtlich diese Meinung, sie meisterten dieses Stück mit Bravour und dem nötigen Tempo. Überhaupt überzeugte das Orchester in dem sehr gut zusammengestellten Programm mit ausgezeichneter Dynamik und grosser Ausgeglichenheit des Klangkörpers, die einzelnen Stimmen waren gut ausbalanciert. Einen belebenden Moment bildeten auch die Ansagen der Stücke, die von einzelnen Mitgliedern sehr originell und mit viel Humor, aber auch fundiert übernommen wurden.


Zwei Zugaben


Der Abschluss des Konzertes gehörte Abba mit dem Stück «Thank You For the Music». «Thank You» sagten auch die Zuhörer im voll besetzten Saal mit ihrem grossen Applaus, mit welchem sie stürmisch eine Zugabe forderten. Werner Jung und seine Musikantinnen und Musikanten liessen sich nicht lumpen, und mit zwei Zugaben ging ein unterhaltsames und qualitativ hochstehendes Konzert zu Ende.


Höfner Volksblatt und March-Anzeiger / Paul A. Good

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

09.04.2019

Webcode

schwyzkultur.ch/XCU2HZ