Der Vorstand der Vereinigten Höfner Fasnachtsgesellschaft (VHFG) sieht der nächsten Fasnacht positiv entgegen (v. l.): Kassier Karl Eggler, Präsident Ferdy Kälin und Aktuarin Sandra Hottinger. Bild Verena Blattmann
Der Vorstand der Vereinigten Höfner Fasnachtsgesellschaft (VHFG) sieht der nächsten Fasnacht positiv entgegen (v. l.): Kassier Karl Eggler, Präsident Ferdy Kälin und Aktuarin Sandra Hottinger. Bild Verena Blattmann

Volkskultur

Die Fasnächtler fühlen sich wie 100 Jahre im Paradies

Fasnächtliche Stimmung herrschte bereits vergangene Woche im Restaurant «Orion» in Wollerau. Der Grund: Die Delegierten der Höfner Fasnachtsvereine trafen sich zur Generalversammlung.

Mit einer Konfettikanone wurde am vergangenen Donnerstag die 32. Generalversammlung der Vereinigten Höfner Fasnachtsgesellschaft (VHFG) im Restaurant «Orion» in Wollerau lautstark eröffnet. Präsident Ferdy Kälin alias «Schoggeladelisi» freute sich,nebst den Höfner Fasnächtlern einige geladene Gäste begrüssen zu dürfen, darunter Florian Hüppin, Vorsitzender des Narrensymposiums March, Holzbildhauer Markus Kläger sowie Lorenz Schnyder, Regionenleiter des Helvetischen Fasnachtsrings (Hefari). Die Delegierten tagten dieses Jahr in Wollerau, wo vor 99 Jahren die Fidelitas gegründet wurde und somit traditionsgemäss auch dort, wo am letzten Januarwochenende der Höfner Bezirksumzug durchgeführt wird.


Die Fidelitas ist gerüstet


Laut OK-Präsident André Föllmi steht die Fidelitas gut vorbereitet in den Startlöchern für die beiden Umzüge vom 27. und 28. Januar, die unter dem Motto «100 Jahre im Paradies» stehen. «Das geheimnisvolle ‹ Schlooshuusen› wird am 6. Januar eine Invasion von maximal 600 Narren erleben», verkündete Sacha Reichmuth,Organisator der Narrenfahrt. Am Abend geht das Feiern auf dem Schulhausplatz Dorfmatt in Wollerau nahtlos weiter. Zwei Tage zuvor wird am 4.Januar der Maskenbaum eingeweiht. Seine närrische Präsenz wird er bis zum Aschermittwoch auf dem Platz vor dem Gemeindehaus markieren. Den 2. Februar sollten vor allem Urfasnächtler dick in ihrer Agenda markieren, dann wird im ganzen Bezirk wiederum das «Uuzyt-Böögnen» stattfinden und damit Fasnacht in seiner urtümlichsten Form. Aufnahme der Gwändliwächsler Die statuarischen Geschäfte gaben nicht allzu viel zu reden und waren schnell abgewickelt. Ferdy Kälin nahm die Anwesenden in seinem bebilderten Jahresbericht – gewohnt humoristisch – mit auf die Reise ins vergangene Vereinsjahr und kassierte damit einige Lacher unter den Anwesenden. Sein Jahresbericht beinhaltete aber auch kritische Worte, etwa in Bezug auf die «Ich-bezogene» Entwicklung in unserer Gesellschaft oder den Mangel an geeigneten Lokalen durch das Beizensterben. Beim Traktandum Wahlen wurden Aktuarin Sandra Hottinger sowie «Batzeli-Rölli» Karl Eggler so schnell für die nächsten zwei Jahre wiedergewählt, dass die beiden Amtsträger gar keinen Einspruch erheben konnten. Mit herzlichem Applaus wurden ausserdem die 1997 gegründeten Gwändliwächsler aus Pfäffikon in die VHFG aufgenommen.


39 närrische Tage im 2018


Als höchster Fasnächtler der Schweiz und Präsident des Hefari richtete Ferdy Segmüller aus Altstätten Grussworte an die Anwesenden und machte auf die verschiedenen Dienstleistungen und die Hefari-News der Dachorganisation aufmerksam. Grussworte und ein Dankeschön an die Fasnächtler für ihr Engagement überbrachte auch der Vizepräsident der Gemeinde, Christian Marty. Er überbrachte jedoch nicht nur Worte, sondern offerierte den Fasnächtlern einen von der Gemeinde Wollerau spendierten «Kaffee avec». Mit dem Auftritt der Wollerauer Guggenmusik Roosschränzer kam zum Schluss fasnächtliche Stimmung im «Orion» auf. Sie schränzten und trommelten so leidenschaftlich, als wäre schon der Güdelmäntig ins Land gezogen. 


Höfner Volksblatt/March-Anzeiger / Verena Blattmann

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

25.10.2017

Webcode

schwyzkultur.ch/3Uk4fV