Kunst & Design

Die Vergangenheit mit Kunst zurückholen

Der Auslandschweizer Künstler Vincent Ineichen hat sich intensiv mit der Geschichte Brunnens und des Vierwaldstättersees befasst.

Alle zwei Jahre holt die Stiftung Auslandschweizerplatz einen jungen Auslandschweizer oder eine junge Auslandschweizerin nach Brunnen. Diese können sich so mit ihrer zweiten Heimat künstlerisch auseinandersetzen. Der diesjährige Kunstschaffende Vincent Ineichen aus Frankreich kommt jetzt bereits in die zweite Phase seines Projekts. Dieses ist Teil der Kunstresidenz der Fünften Schweiz, eines kulturellen Austauschprogramms für Auslandschweizer Kunstschaffende, das als Bindeglied zur Schweiz dient. Nach einer Recherche über die Geschichte Brunnens und des Vierwaldstättersees kann er nun sein erlangtes Wissen in Kunst umsetzen. In Form von Metallskulpturen versucht er bis Ende August, das prähistorische Erbe der Region in die Gegenwart zu holen.

 

Die Vergangenheit aufzeigen

«Brunnen und der Vierwaldstättersee tragen eine Geschichte von Jahrtausenden, die zugleich Teil des heutigen Alltags ist. In meinen Skulpturen versuche ich, diese beiden Zeitebenen für einen Moment nebeneinander sichtbar zu machen», wird Ineichen in einer Medienmitteilung zitiert. Das Resultat seiner Arbeit werden metallene Tierfiguren der einstigen Seeufersiedlungen sein, die nach Fertigstellung mitten in Brunnen auftauchen werden und zum Nachdenken über das Leben in der Vergangenheit anregen sollen. Am 22. August findet die Finissage auf dem Auslandschweizerplatz in Brunnen statt, wo die Objekte des Künstlers in ihrer Endform bestaunt werden können. Bis die Skulpturen fertig sind und die Vergangenheit in Brunnen wiederbeleben, dauert es also noch einen Moment. 


Künstler gewährt Einblick

Während Vincent Ineichen im Atelier an der Olympstrasse mitten in Brunnen seine Skulpturen schweisst und gestaltet, haben Interessierte die Möglichkeit, einen Blick in die Werkphase des Künstlers zu werfen. Am 31. Juli und 14. August finden die offenen Ateliertage statt, an denen Ineichen, der unter anderem Archäologie studiert hat, jeweils von 17 bis 18.30 Uhr die Besucherinnen und Besucher in den Entstehungsprozess seiner Skulpturen einführt. Dass man der Kunst nicht nur in ihrer Endform begegnet, sondern sich auch mit dem unfertigen Objekt auseinandersetzt, sei der eigentliche Kern des Programms der Kunstresidenz.

 

Bote der Urschweiz / Alina Iadarola


Autor

Bote der Urschweiz

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Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

25.07.2026

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