Brauchtum / Feste
Feuerring war das Thema Nummer eins
Mit der Alten Fasnacht gingen am Sonntag die närrischen Tage zu Ende. Zahlreiche Pointen zum vergangenen Jahr sorgten für viele Lacher.
In den Alterszentren Sunnehof in Immensee und Seematt in Küssnacht kamen die Bewohnenden und die Gäste am Sonntagnachmittag in den Genuss der neun Gruppen, abends zogen diese dann weiter durch die Restaurants und ernteten überall grossen Applaus. Die Küssnachter Gerüchteküche wurde bestätigt, es wurde aus dem Nähkästchen geplaudert, das vergangene Jahr hinsichtlich Politik und lokaler Persönlichkeiten genauestens unter die Lupe genommen. Wie gewohnt ging es spritzig, frech, wortgewandt und lustig zu und her. Gleich alle Gruppen liessen den Feuerring im Rathausgarten zum Thema werden.
Freiheitsstatue auf der Suche nach einem neuen Zuhause
Die Wöschwiiber tratschten ungeniert über die Küssnachter Prominenzen, während die Wöschbrättbüüch auch sich selbst liebevoll neckten: «Dis Glafer isch so onnötig wie Fuetter förnes Guugerziitli!» De Neu – allerdings schon das vierte Jahr dabei – waltete seines Amtes als erweiterter Bezirksrat, sah sein Konterfei bereits auf dem neuen 1000er-Nötli und war entsetzt darüber, dass gemäss sozialen Medien sogar Wirte zum Verkauf stünden. Mit Alles Roger, in Form der Freiheitsstatue auf der Suche nach einem neuen Zuhause, ging es politisch in die nächste Runde, wobei die Amerikaner ihr Fett wegbekamen. Igi Bühler und die Kühne boten mit der Quizshow «Wer wird Küssnachter?» einen lustigen Sketch – und auch wenn die Telefonjoker versagten, wurde Igi eingebürgert, «wenn auch nur als Immenseer». Über die vegane Wurst fürs Grillieren am Feuerring war er aber weniger erfreut. Der Clochard äusserte sich nachdenklich, aber auch lustig zum Geschehen in der lokalen, nationalen und globalen Politik, und auch Rosi gab wie immer Vollgas und verbreitete genüsslich Klatsch. In Memoria wusste: «Que sera – vielleicht chunsch du au hüt Obig einisch dra!», liess das Publikum mitschunkeln und verbreitete heitere Geschichten. Wehmütig standen die Bianchineri auf der Bühne: Nach 33 gemeinsamen Jahren verabschiedeten sie sich mit «80 Prozent, was wir euch hier in den letzten Jahren erzählt haben, war völliger Seich!» – dafür gab es im «Sunnehof » Applaus mit Standing Ovations.
Bote der Urschweiz / Stefanie Henggeler
Autor
Bote der Urschweiz
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- Brauchtum / Feste
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