Musik
Frauenstimme für die Ping Machines
Ryps Ziegler verlässt die regionale Stoner-Rock-Band. Frontfrau wird Benissa Schmidig.
Eine geballte Ladung an Stoner Rock, vermischt mit Blues- und Punk-Elementen, brachte die Band Ping Machines seit 2009 unter die Rockfans. Ryps Zieglers unverkennbare Stimme und seine eingängigen Gesangsmelodien dröhnten fortan von zahlreichen Bühnen – bis im vergangenen Jahr. Da zog der Sänger, der seit über 30 Jahren die Schwyzer Musikszene stark mitprägte, einen Schlussstrich.
Die Nachfolgelösung war bereits Teil der Band
Von einem Tag auf den anderen verkündete er im Proberaum seinen Austritt aus den Ping Machines. Die Luft sei raus, das Kapitel Musik für ihn abgeschlossen. Für die Band kam dieser Entscheid zwar überraschend, «für uns war aber gleich klar, dass es trotzdem weitergehen wird», sagt sie einstimmig. Auch Ryps Ziegler unterstützte dieses Vorhaben. Ihm war es wichtig, dass sein Ausstieg nicht das Band-Aus bedeutet. Die Nachfolgelösung stand glücklicherweise bereits im Proberaum. Benissa Schmidig, jahrelanger Ping-Machines-Fan, Wegbegleiterin, Merch-Frau, Roadie und Ersatz-Schlagzeugerin, wird die neue Rockröhre der Band.
Erstes Konzert im Mai
«Benissa kann jeden Text von Ryps in- und auswendig. Sie hat seine Texte allesamt auf Deutsch übersetzt, sie weiss exakt, worum es in den Songs geht», erzählt Schlagzeuger Pat Dollinger. Benissa Schmidig wird den «alten» Songs der Band nun eine weibliche Stimme verleihen. Sie will aber auch selber neue Songs schreiben. «Ich liebe es, Texte zu schreiben», sagt die neue Sängerin. Man wolle so schnell wie möglich neue Songs präsentieren. Am 9. Mai wird die Band zum ersten Mal offiziell mit Benissa Schmidig auf der Bühne stehen. Dann findet in der Turnhalle Ebnet in Küssnacht die Rockstubete statt. «Es war immer ein leise gehegter Traum von mir, Sängerin einer Rockband zu werden», so Benissa Schmidig. Sagt es, geht wie ein alter Hase ans Mikrofon und röhrt rein. Ihre Bandkollegen lächeln. «Unsere Fans dürfen sich so richtig auf unsere Zukunft freuen», sagt Marc Monnin.
«Jedes Mal ging es weiter»
Die Ping Machines sind eine 2009 gegründete Rockband aus der Zentralschweiz. Die fünf Musiker Pat Dollinger (Drums), Marc Monnin (Gitarre), Fabian Mettler (Gitarre), Alex Schrutt (Bass) und Benissa Schmidig (Vocals) vereinen in ihrem Sound kraftvolle Elemente aus Stoner Rock, erdigem Blues und einer unverkennbaren Prise Punk. Aus diesem Rohmaterial entsteht der charakteristische Ping-Machines-«Dirt Rock» – ein energiegeladener, unverfälschter Sound, der sich durch treibende Riffs, wuchtige Grooves und eine gehörige Portion Dreck auszeichnet. Die Band steht für ehrlichen Rock, gemacht von fünf Musikern, die ihre Leidenschaft auf die Bühne bringen. Veröffentlichte Werke sind bisher «Left» (EP), «Right» (EP), «Ping Machines» (Album) und «Baby» (Album).
Neuer Gitarrist baut Gitarren
Die Band hat schon Mitgliederwechsel hinter sich. So verliessen Gitarrist Jonas Marty und Gitarrist Heinz Brandenberger die Band aus Zeitgründen. «Jedes Mal ging es weiter», sagt die Band. Der neue Gitarrist, Fabian Mettler, baut seine Instrumente übrigens selber. Er hat eine eigene Gitarrenfirma, Aabach Guitar. In seiner Werkstatt direkt am Ufer des Aabachs etwas oberhalb von Goldau baut er Lieblingsgitarren für seine Kundschaft.
Bote der Urschweiz / Nicole Auf der Maur
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Bote der Urschweiz
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- Musik
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