Bühne

Musik

Aus einem schiefen Ton etwas Neues machen

Es war ein Abend im Theater Duo Fischbach, der den Zauber eines Neubeginns innehatte. Michael Koch bot nicht einfach nur Klaviermusik, sondern auch Impulse zur Selbstreflexion und Achtsamkeit.

Michael Koch kündigte an: «Es wird ein langer Abend» und bat darum, falls Mitgeschleppte heim wollten, sollten sie doch bleiben, denn die Mitschleppenden würden vielleicht gerne länger verweilen … Sein Programm «Ich mach mal Piano » am Freitagabend im Theater Duo Fischbach versprach eine Einladung an einen Ort, an dem man einfach sein darf und Musik und Worte zu einem selbst führen.

 

Er lebt in Dankbarkeit

Nach vielen schwierigen Herausforderungen in seinem Leben lernte Michael Koch, seine eigenen Stärken und Schwächen zu erkennen. Er entdeckte seine Spiritualität und lebt heute in Dankbarkeit. Sein Wissen gibt er als Coach weiter. Sein Bestreben: die Menschen wieder in ihr Herz zu bringen. Mit beinahe hypnotisch anmutender Stimme führte er Stichworte wie Achtsamkeit, Stille, Hoffnung, Vergeben und vor allem Liebe aus. Zahlreiche Inspirationen bot Michael Koch seinem Publikum an diesem Abend an. Wer sich auf ihn, sein Klavierspiel und seine Worte einliess, verliess das Theater an diesem Abend mit einer wohligen Wärme.

 

«Lassen Sie los und seien Sie mutig»

Was für ein Wort: Situationsverhinderungsmechanismusgedanken. Michael Koch erklärte unter anderem, dass unser Gehirn uns nur schützen möchte, was aber auf die Dauer anstrengend sei. Er stelle sich beispielsweise oft die Frage, was Schlimmes passiere, wenn er sich bei einem Auftritt verspiele. Die Antwort: nichts. «Aus einem schiefen Ton kann etwas Neues entstehen. Improvisieren Sie.», riet der Musiker dem Publikum. «Lassen Sie los und seien Sie mutig.» Wir Menschen würden dazu neigen, alles kurz und klein zu denken. Differenzieren sei in der heutigen schnelllebigen und von Social Media geprägten Gesellschaft auch für geübte Geister schwierig geworden. «Finden Sie Ihre Fähigkeiten, die Sie ausmachen und die Sie zum Strahlen bringen», empfahl er. Mit der Technik, sich eine unangenehme Situation schön zu denken, könnten zudem nicht nur Spannungen aus der Vergangenheit oder in der Gegenwart gelöst werden, sondern der Fokus könnte auf die Zukunft gelegt werden: «Wagen Sie es, zu träumen.» Die letzten Minuten des Abends gehörten der Liebe – «denn Liebe ist das, was wir sind, woraus wir sind. Liebe ist das ultimative Heilmittel.»

 

Bote der Urschweiz / Stefanie Henggeler

Autor

Bote der Urschweiz

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Kategorie

  • Bühne
  • Musik

Publiziert am

15.09.2026

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