Musik

Oesch’s die Dritten können auch Blues und Rock ’n’ Roll

Am Freitagabend zeigte die Berner Volksmusikgruppe im Gaswerk in einem gut zweistündigen Konzert ein weiteres Mal ihr Können.

Vielseitigkeit ist für die Berner Oberländer definitiv kein Fremdwort. Die fünfköpfige Familie mit dem bekannten Volksmusiker Urs Meier, in Einsiedeln aufgewachsen, glänzte vor rund 250 Zuschauerinnen und Zuschauern. Kaum sind sie auf der Bühne, gewinnen sie mit stimmungsvollen Rhythmen, verständlichen Texten und sehr abwechslungsreichen Melodien das Publikum für sich. Zu Ländler, Jodel, Blues, rockigen und jazzigen Melodien sangen, schaukelten und klatschten die Leute aller Altersklassen glücklich mit und genossen bekannte Hits und die Lieder ab dem neuen Album. Akkordeonist Urs Meier glänzte mit einem eingängigen Solo und genoss, wie die Brüder Mike und Kevin mit einem Blues-Solo, frenetischen Applaus.

Mit Musik im Blut und buntem Programm zum Erfolg

Bereits Grossvater Hans Oesch war ein begnadeter Volksmusiker. «Vätu» respektive Vater Hansueli, der Schwyzerörgeler, ist seit mehr als 50 Jahren ein Begriff in der Schweizer Volksmusikszene. Mutter Annemarie ist auch in einer musikalischen Familie aufgewachsen, spielt Klavier und Handorgel. So ist es kein Wunder, dass mit so viel Musik im Blut Oesch’s die Dritten grosse Erfolge feiern. Melanie singt für gewöhnlich die erste, Mutter Annemarie die zweite Stimme, und das mehrsprachig. Die Männer halten sich da eher zurück. Melanie begeistert in vielen Jodelliedern mit ihrem einzigartigen Zungenschlag. Ihr Mundwerk benützt sie aber auch für witzige, kleine Sticheleien gegen ihre Brüder und hauptsächlich gegen ihren «Vätu» Hansueli. Dem Publikum gefiel es, was natürlich tosenden Schlussapplaus und entsprechende Zugaben zur Folge hatte.

 

Bote der Urschweiz / Josef Grüter

Autor

Bote der Urschweiz

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Kategorie

  • Musik

Publiziert am

21.02.2026

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