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Am Aabach in Goldau entstehen Gitarren

Fabian Mettler baut selber Gitarren – er arbeitet ausschliesslich von Hand.

Vor zwei Wochen rockte er die Bühne: Mit der regionalen Stoner-Rock-Band Ping Machines spielte er ein Konzert im Kult-Turm in Seewen. Fabian Mettler ist ein leidenschaftlicher Gitarrist – und ein leidenschaftlicher Gitarrenbauer.

 

Professioneller Gitarrenbaukurs in England besucht

Der gelernte Schreiner spielt Gitarre seit seiner frühen Kindheit. Rockmusik war in seinem Elternhaus schon immer präsent. Mit 14 Jahren hat er seine erste Gitarre aus Einzelteilen gebaut, für seine Vertiefungsarbeit in der Lehre hat er die erste Gitarre komplett selber produziert. «Sie war nicht so gut», sagt Fabian Mettler heute und lacht. Der Tüftler will es perfekt haben. «Langsam hab ichs drauf», meint er, erneut lächelnd. Um sein Wissen zu erweitern, hat er auch einen professionellen Gitarrenbaukurs in England besucht.

Der 25-Jährige, der mittlerweile als Lokführer arbeitet, hat sich in seinem Elternhaus eine eigene Werkstatt eingerichtet. Er benutzt keine computergesteuerten Instrumente, alles wird in Handarbeit ausgeführt. Jede Gitarre ist ein Unikat, aus Schweizer Holz gemacht. Er produziert nach Kundenwunsch. «Ich habe keinen Bock, zweimal das Gleiche zu machen», sagt er, «ich möchte Neues ausprobieren, einzigartige Gitarren erschaffen.»

 

«Spielgefühl, Sound und Ästhetik zu vereinen, ist eine Kunst»

Das Wichtigste beim Bau einer Gitarre sei, die Balance zu finden. Die Balance zwischen Spielgefühl, Ästhetik und Sound. «Diese drei Attribute zerren immer etwas aneinander», weiss Mettler, «sie zu vereinen, ist eine Kunst.» Zwischen 30 und 100 Stunden braucht er für ein Exemplar Gitarrengeschichte. Mittlerweile hat Fabian Mettler zehn Gitarren hergestellt. Einige davon sind auf Tutti zu erstehen. Seine Gitarren tragen den Namen Aabach, nach dem Bach, der neben seiner Werkstatt vorbeifliesst. Fabian Mettler spielt übrigens nur noch auf seinen eigenen Gitarren. Wer wird als Nächstes eine Aabach-Gitarre um den Hals gehängt haben? Umso spezieller die Aufträge, desto besser.

 

Bote der Urschweiz / Nicole Auf der Maur

Autor

Bote der Urschweiz

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Publiziert am

29.05.2026

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