Bühne

Eine Bundesratsrede mit viel Spaghetti-Schlamassel

Die Improtagonistinnen vom Theater Avantt zeigten am Samstagabend ihren Einfallsreichtum im Chupferturm.

«Fünf, vier, drei, zwei, eins, los!», hiess es jeweils vor dem Start einer neuen Szene oder eines neuen Spiels. Die vier Improtagonistinnen vom Theater Avantt zeigten ihr grosses Repertoire vor ausverkauften Rängen im Chupferturm in Schwyz. Sie wechselten Räume, Personen und Szenen, erzählten Geschichten mit unterschiedlichen Ausführungen und Betonungen, tanzten und sangen. Theater Avantt im Chupferturm

Improvisationstheater lebt vom Publikum, und so wurden die Gäste auch immer involviert und integriert. Vor dem Auftritt durften alle ihre Wünsche und Ideen auf einer Pinnwand notieren; diese wurden am Abend immer wieder genutzt.

 

Es regnete Rosen respektive Nelken

«Ein Abend im Zeichen der Interpretation: Dank euren Inputs können wir uns auf einen rasanten, lustigen und kurzweiligen Abend freuen», meinte Mona Betschart am Anfang. Neben den spontanen Inputs und Ideen auch im Verlauf der Aufführung konnte das Publikum auch Blumen werfen. «Wir haben auf den Stühlen Rosen verteilt. Die dürft ihr auf die Bühne werfen, wenn eine Szene besonders schön ist oder wenn eine Schauspielerin es besonders braucht», meinte Betschart weiter. Die Rosen waren zwar Nelken, wurden aber trotzdem mit viel Freude und Engagement genutzt.

 

Zügeln mit «Hitzgi» und Bandscheibenvorfall

Der Zügeltermin war bekannt, aber was passierte einen Tag vorher und einen Tag nachher? Das zeigten die vier mit einigen Stolpersteinen. So musste eine Schauspielerin jeweils mit einem «Hitzgi» und tanzend die Vermieterin ablenken, während die andere mit einem Bandscheibenvorfall nur singen konnte. In einer anderen Szene hielten sie eine Bundesratsrede über den italienischen Spaghetti-Schlamassel und sangen am Schluss. Auch Kunstwerke wurden interpretiert – so wurde das Gemälde «Der Schrei» mit viel Körpereinsatz umgesetzt. In einer anderen Szene gab es ein erstes Date im Tierpark, wobei es Micha Hartmann sehr wichtig war, dass sie hübscher als der Steinadler war. Zum Abschluss gab es noch eine Zugabe mit einem kreativen Zusammenschnitt der verschiedenen Szenen dieses Abends.

 

Bote der Urschweiz / Sandra Limacher

Autor

Bote der Urschweiz

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Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

26.05.2026

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