Bühne
Musik
Fantastisches Miteinander von Musik und Tanz-Akrobatik
Zu Filmmusik, Abba und Vivaldi präsentierten junge Tanz- und Akrobatiktalente ihre Ausdrucksstärke. Mit der Kombination von Musik und Bewegung wurde eine Konzertshow für alle Sinne geboten. Für einen Höhepunkt sorgte die Uraufführung «The Maze» des Komponisten Sebastian Aeberhard.
Die Wood and Metal Connection ist eine Streich- und Blasorchesterbesetzung. Als The Symphonic Rock Orchestra führt sie Musikstücke im Bereich von Klassik, Pop, Orck und Jazz auf. Gleichzeitig baut sie Brücken zu anderen Kulturschaffenden.
Spannung auf hohem Niveau
Am vergangenen Wochenende fanden vier Konzerte statt. Mit dabei waren das Jugendorchester (EJSO) und die Schülerinnen und Schüler der Matviienko Tanz- und Akrobatikschule. Susanne Theiler dirigierte. Mit Paukenschlägen wurde die von Dinosauriern verwüstete Welt aus Jurassic Park angekündigt. Auf anhaltend tiefem Klangteppich wurde die Dramatik heftig schränzend hochgeschraubt. Durch eingebaute Staccati blieb die Spannung konstant auf hohem Niveau.
Präzis aufeinander abgestimmt
In der Elysium Suite II ging es um den Abschied von einem mystischen Ort. Entsprechend episch orchestral erklangen die Melodien. Dazu turnte eine kleine Elfe an einem Silk. Dieses weisse Band ragte von der Saaldecke mitten ins Orchester. Gekonnt fädelte sich das Mädchen mit den Füssen ins Tuch und verstärkte mit ihren athletischen Bewegungen die Aussagen der Musik. Es war ein eindrückliches Miteinander. Dann schwebten Balletteusen in glitzernden Kleidchen auf die Bühne. Die Musiker sangen zum Auftakt von «The Star Wars Saga» das spannungsgeladene Oh oh oh. Das gefiel dem Publikum. Die variantenreichen Tanzeinlagen waren präzise auf die Musik abgestimmt. Je nach Thema wurde auch Akrobatik, Hip-Hop oder Charleston eingesetzt, und zwar in hohem Tempo und mit einnehmender Ausstrahlung. Die Kinder von der Matviienko-Schule scheinen Multitalente zu sein. Sie können zwischen den unterschiedlichsten Sportarten switchen. Das Publikum zeigte seine Begeisterung mit Zwischenapplaus.
Ausserirdische Musiker
In Parade of the Ewoks aus Star Wars waren Vogelrufe zu hören. Naturstimmung kam auf. Die Flöten gurrten, die Violinen zwitscherten. Ein federleichtes Gesumme, das immer wieder von den Hörnern durchbrochen wurde, füllte den Raum. Dann folgte «Cantina Band». Dieser Sound hat Kultstatus. In einer Kellerbar spielen ausserirdische Musiker traditionellen Jazz, verbunden mit afrokaribischen Klängen. Dieser Jazz wurde vom Orchester hervorragend umgesetzt. Im letzten Stück aus der Star Wars Saga ging es um eine Waldschlacht. Fanfaren bliesen zum Kampf gegen das Imperium. Das temporeiche Stück wurde entsprechend rebellisch und aufmüpfig gespielt.
Das Jugendorchester im Einsatz
Das Jugendorchester (EJSO) begann mit der berühmten Trio-Sonate von Vivaldi. «La Folia» ist eine der ältesten europäischen Musikvariationen und bedeutet Narrheit oder Wahnsinn. Das melodisch-harmonische Stück ist technisch sehr anspruchsvoll und wurde von den Musikerinnen mit Bravour dargeboten. In «Kingdome Dance» aus Rapunzel steckte ein flotter Sound-Mix aus 1960er Folk-Rock und mittelalterlichen Elementen, mit lebhaften Trommeln. Der Wechsel zwischen Abenteuer- und Romantikszenen wurde musikalisch wie tänzerisch fantastisch umgesetzt. Als letztes Stück des Jugendorchesters kamen die Abba-Bests daher, locker leicht und schmissig.
Die Uraufführung von Sebastian Aeberhard
Die Wood and Metal Connection spielte «The Maze», eine Komposition von Sebastian Aeberhard, die an diesem Konzertwochenende ihre Uraufführung feierte. Es geht um die Suche nach einem Ausweg aus dem Labyrinth. Ein Wassergeist treibt sein Unwesen. Entsprechend mystisch und verschlungen waren die Melodien. Als nächstes kam «Das «Phantom of the Opera». Das Stück wurde von den Ballett-Tänzerinnen filmreif parodiert. Zum Konzertschluss erklang «The Lord of the Dance». Dabei geht es um die irische Legende vom Kampf der guten gegen die bösen Mächte. Glocken schlugen, Wellenrauschen und Ruderschläge waren zu hören und das Hauptmotiv war der Volkstanz, der immer wieder aufflackerte und Lebhaftigkeit und Freude vermittelte. Die Konzertshow World of Dance bot ein variantenreiches Programm mit top Qualität und hohem Unterhaltungswert.
Einsiedler Anzeiger / Anita Chiani
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