Bühne

Feiner Humor in einer lauten Welt

Der Kabarettist und meisterhafte Geschichtenerzähler Christoph Simon zog in Schwyz das «Chupferturm»-Publikum in seinen Bann.

Wir leben in einer lauten Welt, in der leisere Stimmen einen schweren Stand haben. Dies war am Samstagabend auf der Kleinbühne Chupferturm in Schwyz ganz anders. Zur Herbstsaisoneröffnung trat nämlich der mehrfach preisgekrönte Berner Geschichtenerzähler, Kabarettist, Autor und zweifache Schweizer Meister im Poetry- Slam Christoph Simon auf. Ohne eine einzige Bühnenrequisite fabulierte er fast zwei Stunden lang auswendig über einen Malkurs in den Bergen. Die 90 Besucherinnen und Besucher hingen dem Wortakrobaten förmlich an den Lippen und erfreuten sich an dessen Wortwitz und zahlreichen Pointen.

 

«Auf Kurs» handelt von Malkurs

 «Auf Kurs» ist das sechste Soloprogramm von Christoph Simon. Worum gehts inhaltlich? Sechs sehr unterschiedliche Menschen treffen sich zu einem Malkurs in einer Berghütte im Simmental. Dazu gehören ein soeben pensionierter Jurist, eine junge, lebensfrohe Frau aus der Stadt, ein übermotivierter Kursleiter, ein arbeitsscheuer Hüttenwart, Regula, die alle Möbel umstellt, und die zunächst scheue Alma. Beim Malen des Alpenpanoramas und in der engen Hütte kommt es unweigerlich zu Differenzen, aber auch zu positiven Überraschungen. Christoph Simon regte mit seinen detailreichen Beschreibungen die Fantasie des Publikums tüchtig an. Ein langer Schlussapplaus war ihm sicher. Anbei zwei Zitate aus dem Soloprogramm: «Alma starrt in die Ferne, als müsste sie herausfinden, wie viele Notausgänge das Simmental hat.» Oder die Stelle, als er die Hüttenregel Nummer sechs ergänzte: «Man soll keiner Person, die in der Hütte hilft, im Weg stehen.»

 

Viele strahlende Gesichter

Bruno Bühlmann, Präsident der Kleinbühne Chupferturm, zeigte sich erfreut über das grosse Interesse zur Herbstsaisoneröffnung. «Christoph Simon hat einen feinen, spitzbübischen Humor. Er ist ein begnadeter Geschichtenerzähler und hat beim Publikum viele strahlende Gesichter hinterlassen», so Bühlmann.

 

Bote der Urschweiz / Guido Bürgler

Autor

Bote der Urschweiz

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Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

31.08.2026

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