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Freudenstimmung beim gut besuchten Jodlerabig im Ybrig
Die Jodelgesänge des Jodlerklubs Ybrig und des Jodlerclubs «Heimelig» Kaltbrunn sowie die Darbietungen der Kindertanzgruppe «Waldlüt vo Einsidle» entlockten dem Publikum grossen Beifall.
Das fachkundige Publikum aus zahlreichen Gegenden unseres Landes sowie die Mitwirkenden wurden von einer mit Holzbänkli und Blumentrögen sowie Kuhsujets wunderschön dekorierten Bühne und der volkstümlich aufspielenden Formation «Ländlertrio Täktig» empfangen. Der organisierende Jodlerklub Ybrig eröffnete das eigentliche Programm unter der Leitung von Astrid Bellmont mit dem traditionellen Naturjutz «s’Mälch-Jützli» und dem «Brunvehlied» von Jean Clemencon. Josef Schelbert durfte als Präsident der Ybriger Jodler gegen 20 Delegationen aus der Region Einsiedeln-Ybrig, aber auch aus dem Zugerland sowie den Kantonen St. Gallen und Zürich willkommen heissen.
Diverse Höhepunkte im Programm mit witziger Moderation
Die zwölfjährige Anna Gmür und der elfjährige Silvio Kuriger, beide aus Einsiedeln, führten mit beeindruckendem Schalk, Witz und Humor durchs abwechslungsreiche Programm. Für ihre lustig und sympathisch vorgetragenen Ansagen ernteten sie denn auch den verdienten Applaus. Als Gastformationen traten der Jodlerclub «Heimelig» Kaltbrunn unter der Leitung von Sandra Brand und die Kindertanzgruppe «Waldlüt vo Einsidle» unter der Leitung von Irene Gyr auf. Unter dem Motto «singä, jutzä, gmüätlich si» wurden die Jodelgesänge der beiden Jodlerklubs und Darbietungen der Kindertanzgruppe mit viel Können und Beherztheit vorgetragen. Das Publikum hörte bei den Darbietungen mucksmäuschenstill und vorbildlich zu und honorierte damit in bester Weise das von allen Formationen gezeigte Können.
Der Jodlerklub Ybrig gefiel insbesondere beim Stück «Abschied vo der Alp» von Erwin Wallimann. Einfühlsam und in beschaulicher Art und Weise wurde auf der Bühne gesungen. Ein Höhepunkt war auch der Auftritt des Duetts Rahel Fäh und Sandra Ritter aus den Reihen des Jodlerclubs «Heimelig» Kaltbrunn. Während deren Darbietung knisterte es förmlich im Saal. Im Publikum war es so still, dass man eine Nadel auf den Boden fallen gehört hätte. Diese unglaubliche Disziplin erstaunt immer wieder von Neuem bei Jodelanlässen.
Der Jodlerclub «Heimelig» gefiel mit soliden Vorträgen. Bedächtiger Jodelgesang noch und noch wurde gekonnt dargeboten. Auch die Zusatzschlaufe um Mitternacht wusste das Publikum noch zu fesseln. Grossen Zuspruch und viel Applaus erntete die Kindertanzgruppe «Waldlüt vo Einsidle». Beim «Blumenbogentanz», dem gezeigten Brauchtum «Huusmusig » und dem «Alpenröslischottisch » vor der Pause sowie den Darbietungen mit den Titeln «Obwaldnerland », «z’Guggernäscht» und «Sternpolka» nach der Pause gab es im Publikum viel zu lachen, zu schmunzeln und zu bestaunen. Entsprechend gross war der Beifall. Das Terzett mit Sandra Brand, Rahel Fäh und Sandra Ritter zeigte mit dem Vortrag «Wulche» auf, welches Potenzial in den Beteiligten steckt. Der Jodlerklub Ybrig erhöhte den Puls im Publikum mit zwei Vorträgen gegen Schluss hin, aber insbesondere bei der Zugabe lief er zur Hochform auf. Von sämtlichen Mitwirkenden wünschte das gut gelaunte Publikum mindestens eine Zugabe.
Begeisterung zum Schluss
Richtung andächtiger Stimmung entwickelte sich die Atmosphäre im Baumeli-Saal am Schluss bei der Gesamtchoraufführung mit «E gschänkte Tag» von Adolf Stähli und einer weiteren Zugabe. Manch eine Zuhörerin und manch ein Zuhörer fand zudem ein Glücksgefühl bei der Aushändigung der zahlreichen und wertvollen Tombolapreise. Zum Tanz und zur Unterhaltung spielte erneut das «Ländlertrio Täktig» auf. Eine mit Spannung erwartete zusätzliche Verlosung um Mitternacht mit drei tollen Preisen liessen den gelungenen Anlass ausklingen.
Einsiedler Anzeiger / Konrad Schuler
Autor
Einsiedler Anzeiger
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