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Schoeck-Festival macht Minus und sucht Finanzen

Othmar-Schoeck-Festival erhält neu auch Tantiemen aus Werkaufführungen.

Parallel zum diesjährigen Othmar- Schoeck-Festival in Brunnen ist auch die Jahresversammlung des Trägervereins durchgeführt worden. Die administrativen Entscheidungen wurden in weniger als zehn Minuten behandelt. Schneller geht fast nicht. Dies war nur möglich, weil der Vorstand unter der Leitung von Präsident Jonathan Prelicz, Goldau, ebenso speditiv wie kompetent die laufenden Geschäfte und strategischen Entscheidungen während des Jahres bearbeitet und erledigt hat. Im Vordergrund standen die Organisation des Festivals Ende Sommer und zunehmend Fragen der Finanzierung.

 

Verlust von 20’000 Franken eingefahren

Im Geschäftsjahr 2025 hat der Verein bei einem Aufwand von 136’000 Franken ein Defizit von gut 20’000 Franken eingefahren. Trotz steigender Besucherzahlen sind die vorhandenen Reserven damit auf gut 10’000 Franken geschmolzen. Wie Präsident Prelicz in seinem Jahresbericht ausführte, hängt dies mit der Qualität der engagierten Künstlerinnen und Künstler zusammen und in der Folge mit den branchüblichen Honoraren. Das Festival ist von den Spenden und Sponsoringbeiträgen im Ausmass von 67’000 Franken sowie von Beiträgen der öffentlichen Hand abhängig. «Ohne diese Unterstützung hätten wir sowieso aufhören müssen», erklärte Jonathan Prelicz. Dazu komme, dass die inhaltliche Planung für das Festival und die Engagements für die Konzerte einen Zeitraum von jeweils zwei bis drei Jahren erfordern, was in einem gewissen Widerspruch zur relativ kurzfristigen Zusicherung von Beiträgen stehe. «Gerade diesen Rückstand versuchen wir nun aufzuholen», versicherte Prelicz. Wobei die Beschaffung der erforderlichen Mittel «einem Vabanquespiel» gleiche, bestätigte der Präsident.

 

Tantiemen aus Aufführungen von Schoeck-Werken

Umgekehrt gibt es aber auch Lichtblicke. So zielt man darauf ab, die Basis der Gönnerschaft weiter auszubauen. Auch werden alternative Finanzierungsmodelle angegangen, um den bestehenden Othmar-Schoeck-Fonds zu alimentieren. In diese Schatulle fliessen unter anderem auch Tantiemen aus den Aufführungen von Schoeck- Werken. Weiter sind nach sechs Jahren die Erbansprüche an der Nachlassschaft von Gisela Schoeck richterlich geklärt worden. Die Tochter von Othmar Schoeck ist kinderlos verstorben. Zur Erbmasse gehörte auch das Schoeck-Wohnhaus in Zürich, das inzwischen verkauft worden ist. Je zur Hälfte geht die Erbschaft daraus nun an Verwandte von Othmar Schoecks Frau in Deutschland und an die Schoeck-Geschwister in Brunnen. Aus diesem Brunner Anteil fliessen nun auch Beiträge zur Deckung des Defizits.

 

Dokumente aus dem Nachlass gesichert

Ebenfalls zur Erbmasse gehörten Dokumente und Schriftstücke, die noch in Schoecks ehemaligem Wohnhaus vorhanden waren und jetzt gesichtet und gesichert worden sind. Daran beteiligt waren Schoeck-Biograf Chris Walton und Heinrich Aerni von der Zentralbibliothek Zürich. Diese verwaltet den Nachlass von Othmar Schoeck. Aus der Aufarbeitung dieser Dokumente erhofft man sich weitere Einblicke in Schoecks Biografie und Schaffen. In der Leitung des Trägervereins haben sich keine Änderungen ergeben. Wahlen standen lediglich für die Revisionsstelle an. Wieder bestätigt worden sind dafür Gion Tomaschett und Jules Marty, beide Brunnen.

 

Bote der Urschweiz / Josias Clavadetscher

Autor

Bote der Urschweiz

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Kategorie

  • Literatur
  • Musik

Publiziert am

19.09.2026

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