Kunst & Design
Überraschung – zwei Bisa-Aquarelle entdeckt
Ingenbohl hat seine Kulturgüter neu inventarisiert – und Überraschungen gefunden.
Tief eingelagert in einem Zivilschutzbunker, klimatisiert und gesichert, lagern zahlreiche Kulturgüter aus Ingenbohl und Brunnen. Sie haben sich über Jahrzehnte angesammelt und sind entsprechend registriert worden. Teils stammen sie aus Geschenken an die Gemeinde, teils aus Vermächtnissen, wenige aus Ankäufen. Bei vielen ist auch gar nicht bekannt, wie sie in die Sammlung der Gemeinde gekommen sind.
Nun hat die Kulturkommission der Gemeinde Ingenbohl in den letzten Monaten diese Sammlung neu und detailliert inventarisiert. Es handelt sich um mehr als 200 Gemälde, einige wenige Skulpturen und eine grössere Anzahl von Objekten aus der Dorfgeschichte und dem Vereinsleben, wie zum Beispiel alte Vereinsfahnen oder Fototafeln der einst sehr beliebten Jahrgängervereine.
Dass Bisa auch gemalt hat, war bisher nicht bekannt
Am meisten staunten die Kulturkommission und die Kuratorin in der Sammlung über zwei Aquarelle des einheimischen Josef Bisa (1908–1976). Hinterlassen hat er als Bildhauer vor allem eine grosse Zahl von Zeichnungen und Skizzen sowie all die plastischen Arbeiten. Diese sind zu einem grossen Teil öffentlich zu sehen, so in Goldau, Gersau, Schwyz, in Marignano bei Mailand und natürlich vor allem in Brunnen selber, seinem Wohnort. Dass aber Bisa auch gemalt hat, war bisher nicht bekannt. In der Sammlung sind zwei Aquarelle gefunden worden, welche 1948/1949 entstanden sind und den Niederbauen zum Motiv haben. Beide Bilder zeichnen sich durch hohe Qualität aus.
Bevölkerung erhält Einblick
Diese Neu-Inventarisierung hat nun den Anstoss gegeben, dass man auch der Bevölkerung einen Einblick in diese Sammlung geben will, wie der zuständige Gemeinderat Norbert Mettler erklärt. Eine Auswahl an Werken wird nun am Freitag und Samstag, 17. und 18. April, im Rahmen des Kulturwochenendes öffentlich gezeigt. Die Ausstellung findet in den Räumen der Gemeindeverwaltung statt.
Bote der Urschweiz / Josias Clavadetscher
Autor
Bote der Urschweiz
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