Bühne
Ueli Blum führt beim Welttheater 2031 Regie
Nach dem Autor steht nun auch der Regisseur für das Welttheater Einsiedeln 2031 fest: Der erfahrene Schweizer Theatermacher Ueli Blum übernimmt die Regie. Besonders seine Erfahrung mit Laien, grossen Ensembles und Freilichtproduktionen überzeugte die Verantwortlichen.
Nachdem die Welttheatergesellschaft Einsiedeln im vergangenen April Charles Lewinsky als Autor für die Aufführungen 2031 vorgestellt hatte, ist nun eine weitere wichtige Personalentscheidung gefallen. Ueli Blum wird das nächste Welttheater inszenieren.
«Mit Ueli Blum haben wir einen Regisseur gefunden, der sehr viel Erfahrung mitbringt und gleichzeitig hervorragend zum besonderen Charakter des Welttheaters passt», sagt Lukas Lang, Präsident der Welttheatergesellschaft Einsiedeln. Besonders wichtig sei den Verantwortlichen gewesen, jemanden zu finden, der die Arbeit mit Menschen auf der Bühne ebenso ernst nimmt wie die künstlerische Form sowie über viel Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Laien verfüge.
Vom Schauspieler zum Theatermacher
Ueli Blum ist in der Schweizer Theaterszene seit Jahrzehnten in unterschiedlichen Funktionen tätig. Der 1961 in Luzern geborene Theatermacher arbeitet als Regisseur, Autor, Dramaturg, Schauspieler und Übersetzer. Nach seiner Ausbildung an der Schauspielakademie Zürich war er an verschiedenen Theatern im In- und Ausland tätig. Von 1996 bis 2000 wirkte er als künstlerischer Leiter des Jungen Theaters der Landesbühne Niedersachsen Nord. Im Jahr 2000 gründete Blum das N!NA Theater im solothurnischen Bätterkinden, das sich insbesondere der verständlichen Vermittlung komplexer Themen widmet. Für sein langjähriges Wirken wurde er 2022 mit dem Theaterpreis des Kantons Solothurn ausgezeichnet.
Für Einsiedeln dürfte insbesondere seine Erfahrung mit ganz unterschiedlichen Ensembles von Bedeutung sein. Blum arbeitete bei zahlreichen Produktionen mit Theatergesellschaften, Amateurensembles und freien Gruppen zusammen. Zudem schrieb und übersetzte er Stücke, die sich ausdrücklich für freie Gruppen und Amateurtheater eignen. «Beim Welttheater stehen sehr viele Menschen aus Einsiedeln und der Region gemeinsam auf der Bühne. Diese Verbindung von professionellem Anspruch und grossem Laienensemble ist etwas Besonderes. Ueli Blum kennt genau diese Art der Theaterarbeit», erklärt Lang.
Erfahrung unter freiem Himmel
Auch Freilichtproduktionen sind für den neuen Regisseur kein Neuland. Für das Landschaftstheater Ballenberg realisierte Blum unter anderem «Brandboden » sowie «Zunder & Plunder». 2025 inszenierte er dort «Der Geltstag» nach Jeremias Gotthelf. Dabei wurde der besondere Aufführungsort im Freilichtmuseum gezielt in die Inszenierung einbezogen. Bei den Freilichtspielen Luzern führte Blum 2022 bei «Viel Lärm um nichts» Regie. 2024 verantwortete er bei «Ein Sommernachtstraum » die künstlerische Leitung. Damit bringt er Erfahrung mit grossen Ensembles und anspruchsvollen Spielorten mit – Voraussetzungen, die auch auf dem Einsiedler Klosterplatz gefragt sein werden.
«Das Welttheater lebt nicht nur vom Stück selbst, sondern ganz wesentlich vom Klosterplatz, von den Mitwirkenden und von der Atmosphäre in Einsiedeln», sagt Lang. «Deshalb war uns wichtig, einen Regisseur zu gewinnen, der einen solchen Ort nicht einfach als Bühne betrachtet, sondern ihn in seine Arbeit einbeziehen kann.»
Nun wird das künstlerische Team aufgebaut
Mit Lewinsky als Autor und Blum als Regisseur stehen damit zwei zentrale Personen für die Aufführung 2031 fest. Bis auf dem Klosterplatz tatsächlich wieder gespielt wird, wartet allerdings noch viel Arbeit. Während sich Charles Lewinsky nun der inhaltlichen Ausarbeitung des neuen Stücks widmet, werden sich die Welttheatergesellschaft und Ueli Blum mit der weiteren Zusammensetzung der künstlerischen Leitung beschäftigen. Für Präsident Lukas Lang ist mit der Verpflichtung Blums ein wichtiger Schritt getan: «Mit Autor und Regisseur steht nun das Fundament. Darauf können wir in den kommenden Jahren aufbauen. »
Einsiedler Anzeiger / René Hensler
Autor
Einsiedler Anzeiger
Kontakt
Kategorie
- Bühne
Publiziert am
Webcode
www.schwyzkultur.ch/fYv4q7