Dies & Das

Zum 50. Geburtstag ein neues Logo und viele Aufführungen

An der 50. Generalversammlung des Kulturvereins Chärnehus Einsiedeln wurde neben den obligaten Traktanden das Programm fürs Jubiläumsjahr im 2027 vorgestellt sowie ein neues Logo präsentiert.

Das Foyer des Chärnehus war am vergangenen Montagabend gut besetzt. Über 50 Mitglieder hatten den Weg an die GV gefunden und wollten mit dem Vorstand auf das Jubiläum anstossen. Dazu hatten sie alle nach dem offiziellen Programm Gelegenheit, das für einmal etwas länger dauern sollte, nämlich gut 90 Minuten. Aber zuerst standen die ordentlichen Traktanden an.

Präsidentin Susanna Bingisser eröffnete die GV pünktlich um 19.30 Uhr, sie freute sich, viele Neumitglieder begrüssen zu dürfen – aber betonte immer wieder, dass es wichtig sei, weiterhin neue Mitglieder zu finden. In ihrem Jahresbericht blickte Bingisser auf das vergangene Vereinsjahr zurück und liess schon etwas in die Zukunft blicken. «Die GV bietet immer Gelegenheit für einen Dank an die engagierten Leute im Verein», erinnerte sie an die Aufführungen «märlihaft & königlich» des Kinder- und Jugendtheaters Sapperlot, das Theaterprojekt «Liecht i dr Butig» sowie die Ausstellung «I dr Butig». Zufrieden mit den Zahlen und Verstärkung für den Vorstand Die Zahlen wurden zum ersten Mal von der Kassierin Miriam Studerus präsentiert. Die Einnahmen hielten sich in einem ähnlichen Rahmen wie üblich, die Ausgaben entsprachen ziemlich genau dem Budget. Am Schluss verzeichnete der Verein einen Reingewinn von rund 3300 Franken, anstelle eines ähnlich hoch budgetierten Defizites. Die Rechnung wurde – wie von der RPK empfohlen – angenommen.

 

Abschied und Neuwahl

Bei den Wahlen wurde die Vertreterin der Theatergruppen, Felicitas Gassner, nach 10 Jahren im Amt verabschiedet, sie bleibt aber dem Sapperlot erhalten. Ihr Posten bleibt aktuell vakant, man sei sonst in Kontakt mit der Theatergruppe. Neben den bisherigen, Albert Bingisser als Vorstandsmitglied und Frieda Chicherio als Revisorin, wurde mit Regula Engeler eine neue Kraft für administrative Arbeiten im Vorstand gefunden. Sie alle wurden mit Applaus gewählt.

Bevor Miriam Studerus zum Budget kam, wurden das Programm des laufenden Vereinsjahres sowie die Jubiläumsaktivitäten «50 Jahre Kulturverein» vorgestellt, die auch Teil des Budgets sind. Da das Vereinsjahr jeweils am 1. April startet, war die erste Aktivität die Aufführung des Sapperlot-Theaters «Das Urteil des Paris», das noch nicht zum Jubiläum zählt. Fürs Jubiläumsjahr vorgesehen ist ein Sapperlot-Projekt, das im Frühjahr 2027 beginnt und im Herbst auf die Bühne kommt. Im laufenden Vereinsjahr führt der Kulturverein turnusgemäss die Festwirtschaft bei der 1.-August-Feier des Bezirkes.

 

Das Jubiläumsjahr 2027

Das Jubiläumsjahr starten wird an Silvester die Theatergruppe mit der Aufführung «Jubiläum», die James Kälin vorstellte. Es soll ein heiteres Stück geben mit Uraufführungen von verschiedenen bekannten Künstlern. Die Kurz-Stücke und eine bestehende Satire von Karl Valentin in Mundartbearbeitung werden zusammengestellt zu einem bunten Strauss an Theater. Wer einmal Lukas Bärfuss, Charles Lewinsky, Zeno Schneider, Livia Stampfli-Huber oder Gisela Widmer spielen möchte – die Theatergruppe habe noch Platz, erklärte Kälin. Er ist sich sicher, dass es «etwas Lässiges» gibt.

Danach folgt ab dem 20. April «Juzlienis Alpsummer». Dieses Projekt stellte Markus Staub vor. Geplant sind 10 Aufführungen eines Stückes, eine satirische Komödie, die mit, von Stefan Meyer vertonten, Meinrad-Lienert-Gedichten begleitet wird. Ein Chor sowie das Jodelduett JaeLena werden mitwirken. Einer kleinen Kostprobe durfte gelauscht werden, die Lust auf mehr machte.

Zwischen April und Dezember wünscht sich der Vorstand ein partizipatives Kunstprojekt, wozu der Vorstand noch Initianten und Ideen sucht: «Es soll ein Kunstprojekt zum Mitmachen sein, um das, auf oder in dem Chärnehus.» Den Abschluss wird die Ausstellung vom 11. Dezember 2027 bis zum 30. Januar 2028 bilden, die sich Einsiedeln in den 70ern widmen wird, zusammen mit der 49. Ausgabe der «Chärnehus-Schrift». «Weshalb wurde der Kulturverein vor 50 Jahren gegründet? », fragte Bingisser und erklärte gleich, dass die 70er-Jahre eine spannende Zeit gewesen waren. Als Abschluss des Jubiläumsjahres wird es eine 50. Chärnehus-Schrift geben, bei welcher Victor Kälin den Fokus auf den Verein und dessen Geschichte legen wird.

 

Budget erhöht für Jubiläum

Das Budget sieht für den ersten Teil des Jubiläumsjahres denn auch einige zusätzliche Mehrkosten vor. Rund 115’000 Franken möchte man für das Jubiläum einsetzen und klopft dabei bei verschiedenen Gönnern und Institutionen an. Der Verein rechnet damit, im kommenden Vereinsjahr, und dann im Vereinsjahr 27/28 noch einmal, jeweils rund 13’000 Franken aus dem Vereinsvermögen für das Jubiläum aufzuwenden, was zu einem Verlust führen wird.

Beat Ruhstaller, Präsident des Stiftungsrats des Chärnehus, stellte die Stiftung kurz vor und wies darauf hin, dass die Gebührenordnung per 1. Januar 2026 angepasst worden war. Für die Verwaltung der Vermietung habe man mit Michelle Pascual und Katharina Daglinger zwei engagierte Mitarbeiterinnen gefunden.

 

Neues Logo präsentiert

Eine Überraschung stand zum Schluss noch auf dem Programm. Zeno Schneider präsentierte sein neu gestaltetes Logo: «Ich habe mich gefreut, dass ich mein 1991 erstelltes Logo erneuern durfte.» Das neue Logo, welches ab sofort verwendet wird, lässt sich einfacher in Gestaltungen integrieren und kann farblich angepasst werden. Wem die 
«Punkte» in der Mitte bekannt vorkommen – es seien die Braille-Zeichen für das Wort «Kultur».

 

Einsiedler Anzeiger / Angela Suter

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Einsiedler Anzeiger

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Publiziert am

06.06.2026

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