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Schweizer Grand Prix Musik 2026 geht an Nadja Räss

Das Bundesamt für Kultur (BAK) vergibt zum 13. Mal die Schweizer Musikpreise und ehrt Nadja Räss mit dem Schweizer Grand Prix Musik 2026. Die Sängerin, Pädagogin und Netzwerkerin gehört zu den wichtigsten Stimmen der Schweizer Jodelkultur. Nach dem klassischen Gesangsstudium widmete sie sich ganz der Jodelkultur und ist seit 2018 Professorin an der Hochschule Luzern. Sie war massgeblich daran beteiligt, dass das Jodeln in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurde. 2025 erhielt sie mit dem Goldenen Violinschlüssel die höchste Auszeichnung der Schweizer Volksmusik.

Nadja Räss die Jodlerin und Kulturvermittlerin mit Wurzeln und Weitblick hat die Fachjury überzeugt. Nadja Räss ist Sängerin, Gesangspädagogin und Netzwerkerin. Die 1979 geborene, in Einsiedeln aufgewachsene Musikerin gehört zu den prägendsten Stimmen der Schweizer Jodelkultur. Aus einem volksmusikaffinen Elternhaus stammend, stand für sie früh fest, Jodlerin zu werden. Nach dem klassischen Gesangsstudium wandte sich Räss ganz ihrer Leidenschaft zu und entwickelte ein Repertoire, das von mündlich überlieferten Naturjodeln bis zu neuen Kompositionen reicht. Mit Markus Flückiger (Sälbander), Willi Valotti, Rita Gabriel Schaub, der Formation Alderbuebe oder im Trio mit Outi Pulkkinen aus Finnland und Mariana Sadovska aus der Ukraine eröffnet die Schwyzerin regelmässig Räume, in die sie auch ihre Studierenden miteinbezieht. 

 

Solistin, Intendantin, Professorin

Als Solistin trat sie mit dem St. Galler Sinfonieorchester oder dem Swiss Orchestra auf und übernahm 2015 die Leitung des Jodelklubs Waldstatt Echo Einsiedeln. Von 2012 bis 2018 war Nadja Räss Intendantin der Klangwelt Toggenburg. Eine prägende Phase, in der aber das Musizieren zu kurz kam. Seit 2018 amtet sie als Professorin für Jodel und Volksmusik-Fachverantwortliche an der Hochschule Luzern – eine Tätigkeit, die sie ebenso passioniert ausführt wie die eigene Kunst. Ihr Credo: Wer lehrt, muss selbst lernend bleiben. Neugierig bleiben heisst, Neues entdecken. Räss war zudem massgeblich daran beteiligt, dass das Jodeln in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurde. 2025 erhielt sie den Goldenen Violinschlüssel, die höchste Auszeichnung der Schweizer Volksmusik.

 

Stetige Weiterentwicklung

Stillstand kennt die Sängerin nicht: 2026 stehen unter anderem eine Uraufführung mit dem Swiss Orchestra sowie eine Solistinnenrolle in der Kantate Dorothea an, dazu Lehrkurse und der Eurovox-Kongress für Stimmexpertinnen und -experten in Luzern. Oder wie Nadja Räss ihre Schaffenskraft einst selbst umschrieb: «Ein Baum, der tiefe Wurzeln hat, kann auch viele Früchte tragen.»

 

Auszug aus der Jurybegründung

Ihre Fähigkeit, Brücken zwischen regionalen Traditionen, aktuellen künstlerischen Ausdrucksformen und internationalen Perspektiven zu schlagen, macht sie zu einer wichtigen Gestalt der Schweizer Musik. Als erste Grand Prix Musik-Trägerin aus dem Feld der Schweizer Volksmusik wird ihr langjähriges Engagement in besonderer Weise sichtbar. 

 

Die Schweizer Musikpreise 

Nebst der Auszeichnung der Jodlerin Nadja Räss mit dem Schweizer Grand Prix Musik würdigt das BAK zehn weitere Schweizer Musikschaffende, Kollektive und Institutionen. Die Schweizer Musikpreise werden vom Bundesamt für Kultur im Auftrag des Eidgenössischen Departements des Innern (EDI) verliehen. Der Schweizer Grand Prix Musik ist mit 100’000 Franken dotiert, die sieben Schweizer Musikpreise mit je 40’000 Franken und die drei Spezialpreise Musik mit je 25’000 Franken.

 

Preisverleihung

Der Anlass ist dieses Jahr Teil des Festivals Label Suisse. Die Verleihung der 13. Schweizer Musikpreise findet am Samstag, 19. September 2026, in der Salle Paderewski im Casino de Montbenon in Lausanne in Anwesenheit von Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider statt. Im Rahmen der Würdigung durch das Bundesamt für Kultur sowie im offiziellen Festivalprogramm treten auch dieses Jahr mehrere Preisträgerinnen und Preisträger auf. Das alle zwei Jahre stattfindende Festival präsentiert die Vielfalt des Schweizer Musikschaffens – von Pop und Jazz über Klassik bis zur Neuen Volksmusik. Mehr Informationen finden sich unter www.labelsuisse.ch. 

 

bak / skp-reda

Autor

SchwyzKulturPlus

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Kategorie

  • Musik
  • Volksmusik

Publiziert am

05.06.2026

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