Literatur

Über vier Kilo Familiengeschichte: Chronik über die Familie Bürgi vorgestellt

Die Chronik beschreibt nicht nur die Geschichte der Familie, sondern dient auch als historisches Nachschlagewerk.

Über vier Kilogramm ist sie: In zwei Bänden und auf fast 1000 Seiten ist die Chronik der Familie Bürgi von Arth verewigt. Es ist ein grosses Werk, das Ruedi Bürgi der Familie und der Nachwelt hinterlassen hat. Gestern Sonntag wurde die Chronik über die Bürgi von Arth veröffentlicht. Für die Familienmitglieder war es ein äusserst emotionaler Tag, denn der Schaffer des Werks, Ruedi Bürgi, ist im Oktober des vergangenen Jahres verstorben.

«Andere Leute kaufen sich nach der Pension ein schönes Auto, ich habe mein Geld in dieses Buch investiert», habe Ruedi Bürgi einst gesagt. Zu berichten wusste dies Simon Loretz, Co-Geschäftsführer der Triner Media und Print, welche für die Gestaltung und den Druck der Chronik verantwortlich zeichnete. Den Druck des ersten der beiden Bände habe Ruedi Bürgi noch selber miterleben dürfen. «Als wir gemeinsam den Band in den Händen halten durften, kamen uns beiden die Tränen», erläuterte Loretz im Rahmen der gestrigen Vernissage.

Auch eine Chronik für die Region

Den zweiten Band fertiggestellt haben dann Ruedis Kinder Pirmin Bürgi, Mirjam Bürgi und Cäcilia Gwerder-Bürgi. «Unserem Vater ging es nicht darum, sich selbst zu verewigen. Familie war für ihn immer das Wichtigste, und das wird in der Chronik auch entsprechend hervorgehoben», sagte Pirmin Bürgi im Rahmen der gestrigen Vorstellung.

Während der grossen Arbeit war auch Lokalhistoriker Erich Ketterer eine wichtige Stütze für Ruedi Bürgi. In seiner Rede machte Ketterer einen Exkurs zur Geschichte der Gemeinde Arth. Und das nicht ohne Grund: «Mit dem Bergsturz und der Gemeinde als zentralem Verkehrspunkt gab es in der Gemeinde immer wieder wichtige Entscheide für die Zukunft zu treffen. Die Bürgi waren dabei quasi immer an vorderster Front bei den Entscheidungsträgern mit dabei», sagte Ketterer.

Familie stellte schon sieben Arther Gemeindepräsidenten

So hat die Familie Bürgi bereits sieben Gemeindepräsidenten gestellt, «so viele wie kein anderes Geschlecht auch nur annähernd», ergänzte Ketterer. Es sei das wohl umfangreichste abgehandelte Geschlecht in der Gemeinde, und die Chronik biete auch viele Geschichten rund um die Entwicklung der Region, so Ketterer. Auch Simon Loretz stellte klar: «Die Chronik ist kein Roman, sondern ein Nachschlagewerk für die Geschichte der Familie Bürgi und der Region.» Mit der Chronik sei die Familie Bürgi nun in den Geschichtsbüchern verewigt, weshalb andere Geschlechter wohl neidisch auf die Familie sein dürften, waren sich Loretz und Ketterer einig.

 

Bote der Urschweiz / Damian Bürgi

Autor

Bote der Urschweiz

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  • Literatur

Publiziert am

07.09.2026

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