Xiaoming Wang an der Violine, Per Lundberg am Klavier und Maja Weber am Cello spielten gefühlvoll im Mythensaal und überzeugten das Publikum. Bild: Angela Suter
Xiaoming Wang an der Violine, Per Lundberg am Klavier und Maja Weber am Cello spielten gefühlvoll im Mythensaal und überzeugten das Publikum. Bild: Angela Suter

Musik

Wertvolle Instrumente und besondere Musiker

Am Donnerstag startete das Stradivari-Fest Gersau mit einem Konzert. Bis Montag kann man sich vom Klang der alten Instrumente verzaubern lassen.

Im angenehm kühlen Mythensaal des Seehotels Waldstätterhof fand das erste der fünf Stradivari-Fest-Konzerte statt. Nicht nur die Orte, auch das Programm ist vielseitig und kontrastreich gewählt. Morgen Sonntag werden Maja Weber und ihr Stradivari-Quartett zum ersten Mal auf der Rütliwiese spielen: «Da freue ich mich sehr darauf. Wir werden verschiedenste Schweizer Musikstücke zum Besten geben.»


Mythenkonzert als Auftakt der speziellen Konzertreihe


Doch am Donnerstag stand zuerst die klassische Musik im Mittelpunkt. Vor zirka 200 Personen spielten Maja Weber auf dem Violoncello und ihr «Hauspianist » Per Lundberg zuerst die Sonate in g-Moll op. 19 von Sergei Rachmaninow. Die beiden erfüllten den Saal mit ihrem ausdrucksvollen Spiel: mal sanft, dann wieder wild, mal hoch, dann wieder tief. Das Duett weckte Emotionen und liess das Publikum träumen. Die Begrüssung zum zweiten Teil übernahm Xiaoming Wang. Zuerst in Deutsch, danach liess er sich eine chinesische Begrüssung für die anwesende Meisterklasse – und auch seine Familie – nicht nehmen. In der Folge brachte Maja Weber das Stradivari-Cello «Suggia » und Xiaoming Wang die Stradivari- Violine «Aurea» zum Klingen. Im Zusammenspiel mit dem Klavier vereinten sich die kostbaren Streichinstrumente zu einem wunderbaren Gesamtklang. Zusammen interpretierten sie Franz Schuberts Trio in B-Dur D 898. Gegen- und doch miteinander stieg das Trio in das Stück ein. Stets steigernd, durch ruhige Klänge unterbrochen, krönte das festliche «Rondo. Allegro vivace» den Konzertabend. Der Applaus war gross und die Rückmeldungen positiv. Nach dem Konzert suchte insbesondere Maja Weber den Kontakt zum Publikum und mischte sich unter die Apérogäste. «Es hat mir wahnsinnig gut gefallen», meinte eine Besucherin, die mit ihren Freundinnen jedes Jahr mehrere Konzerte besucht.


Bote der Urschweiz / Angela Suter

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

28.07.2018

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schwyzkultur.ch/eQ15TM