Moorhexen Tuggen - 1
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Moorhexen Tuggen

Tuggen

Die Sage um die Moorhexen von Tuggen

Unbekannte Hexen sollen von jeher im weiten, wilden Gebiet der Linthebene gehaust haben. Diese hässlichen Moorhexen mit Hakennasen und Warzen im Gesicht, schlichen geisterhaft durch das fast undurchdringliche Röhricht, über Sand- und Kiesbänke der Limmat, denn so nannte man in alten Tagen die Linth, und überflogen mit Hilfe ihrer buschigen Besen mit Leichtigkeit die vielen Nebenarme der "Limmat". Nur selten verirrte sich ein Tuggener Bürger in diese Einsamkeit und störte das wilde Treiben der umherschwirrenden Geister. Zwar liessen ihn die Hexen ins Dorf zurückkehren, nicht aber ohne ihm das tödliche Sumpffieber anzuhängen.
Es versteht sich, dass sie die Korrektion der Linthebene als Verstoss gegen ihr Herrschaftsgebiet betrachteten und durch manchen groben Unfug den Bau des Linthkanales zu verhindern suchten. Auch den Ölbohrern im Tuggener Riet sollen diese nun erbosten Moorhexen Rache geschworen haben, indem sie des Nachts abwechselnd ins Bohrloch stiegen, das Öl fortbliesen, und die Arbeit stark sabotierten. Ihren offensichtlichen Erfolg sollen die Moorgeister mit einem ausgelassenen Hexenball gefeiert und dazu auch die Lauitüfel und Dürrbachhexen eingeladen haben. Heute noch erzählen die Anwohner dieses Gebiets Schauermärchen über dieses Hexentreffen.
Dennoch verschwanden die Moore der Linthebene nach und nach und man sagt, die Hexen hätten sich ins Schrötermoos auf den Buchberg zurückgezogen. Dort blühen seitdem im Juni blaue Schwertlilien, welche die Hexen zum Andenken an ihre alte Heimat mitgenommen haben sollen. Diese letzte Zuflucht wollen die Moorhexen anscheinend mit allen Mitteln verteidigen. Als sich eines Tages ein Reiter hoch zu Ross in das Moor gewagt habe, hätten die Hexen das arme Tier hohnlachend in den sumpfigen Morast gezogen und der Reiter habe sich nur dank einem tollkühnen Sprung retten können. Tagsüber sollen sich die Hexen zwischen den Felsen des "Höllgrundes"
- heute nennt man diese Gegend Kamelberg - aufgehalten und bei Gefahr hinter das nahe Hölloch huschen. Des Nachts aber höre man die Moorhexen im Rascheln des Buchenlaubes auf ihren Besen um das Schrötermoos jagen.

Adresse

8856 Tuggen

Kontakt

Moorhexen Tuggen
Urs Züger
Peterliwiese 23
8855 Wangen
praesident@moorhexen.ch
055 440 87 54

Kategorie

  • Fasnacht

Webcode

schwyzkultur.ch/6ngLcC