René Bürgler veröffentlicht an der Illgauer Sennenkilbi mit seinen Mitspielern Rainer Betschart und Fredy Heinzer eine neue CD mit 23 Eigenkompositionen. Bild: Andy Micheletto
René Bürgler veröffentlicht an der Illgauer Sennenkilbi mit seinen Mitspielern Rainer Betschart und Fredy Heinzer eine neue CD mit 23 Eigenkompositionen. Bild: Andy Micheletto

Nachrichten

23 neue Tänze auf CD

René Bürgler veröffentlicht am Güdelmontag eine neue CD mit 23 rassigen, gefühlvollen Eigenkompositionen.

Der bald 39-jährige René Bürgler aus Illgau – von Beruf Dachdecker – ist ein bekannter Geislechlepfer (dreifacher Schwyzermeister) und Ländlermusikant. Der zweifache Familienvater trat von 1996 bis 2009 mit dem Echo vom Geissläzwick an vielen Orten in der Deutschschweiz auf. Seit zehn Jahren ist er aber nur noch selten in der Öffentlichkeit zu hören. Doch im Kreis seiner Familie nimmt er seine diversen Schwyzerörgeli und seine Handorgel immer wieder gerne zur Hand. Beim Musizieren im Musikzimmer kommen ihm die besten Ideen für neue Melodien. Er kennt keine Noten, hat aber ein feines Gespür für wohlklingende Musik. Mit viel Herzblut komponiert er neue Tänze und lässt dabei seine Gefühlswelt einfliessen. So ist zum Beispiel «Sännächilbi-Fieber» ein kugelrunder Stümpeli-Ländler zum Tanzen, hingegen ist «Das wärtvollschtä ‹Ja›» eine wunderschöne, gefühlvolle Mazurka. Bürglers Musik klingt nach purer Lebensfreude. Rassig gespielte Ländler und Schottisch, gefühlvolle Walzer, Polkas und Mazurkas, garniert mit zwei Naturjüüzli und Stümpeli, wechseln sich auf der zweiten eigenen CD ab.


René-Bürgler-Stil etabliert sich


Die 23 neuen René-Bürgler-Titel zeigen einen bunten Strauss seiner inzwischen zirka 60 Eigenkompositionen. Diese sind «öppis Eignigs» und haben einen hohen Wiedererkennungseffekt. So hat Bürgler – ohne dies zu suchen – einen neuen Stil geschaffen: den René-Bürgler- Stil. Typische Merkmale sind relativ häufige Tonartenwechsel und der «hohe» Klang, da vor allem auf alten Cund Cis-Schwyzerorgeln musiziert wird, teils auch mit B-Örgeli. Die Musik ist sehr interessant zum Anhören, aber recht anspruchsvoll zum Spielen. Bereits die Grossväter/Grossonkel von René Bürgler, Rainer Betschart und Fredy Heinzer haben oft zusammen musiziert. Dies waren namentlich: Xaver Bürgler (Fraumatt-Xaveri), Josef Betschart (Bödler sen.) sowie Melktoni Heinzer (Schriiner-Melktoni). Sie hatten noch nicht die Möglichkeit, ihre Musik in einem Studio aufzunehmen und der Nachwelt zu erhalten.«Dies ist ein wichtiger Grund, weshalb ich meine Tänze auf professionelle Art festhalten möchte », sagt René Bürgler. Er ist seinen Kollegen Rainer Betschart (Schwyzerorgel/ Handorgel) und Fredy Heinzer (Kontrabass) sehr dankbar, dass sie ihn bei den Aufnahmen im Tonstudio Phonoplay mit ihrem ideenreichen, sehr vielfältigen Begleitspiel unterstützt haben.


Neue CD ist ab Güdelmontag erhältlich


Am Güdelmontag, 4. März, findet die Illgauer Sennenkilbi statt. Die neue CD «René Bürgler – Eigni Tänz» wird am Umzug präsentiert. Anschliessend ist sie vor Ort erhältlich, auch am Abend, wenn die Musikanten René Bürgler, Rainer Betschart und Fredy Heinzer
in der Mehrzweckhalle Ilge zum Tanz aufspielen werden. Sie treten in dieser Besetzung fast nie öffentlich auf, und so dürfen sich die Volksmusikfreunde schon jetzt auf den speziellen Hörgenuss freuen.


Bote der Urschweiz / Guido Bürgler

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

21.02.2019

Webcode

schwyzkultur.ch/F9Unq4