Im Stil der «Comedian Harmonists»: Die Formation «swing4you» zog alle stimmlichen, aber auch alle komödiantischen Register. Bild Christian Ballat
Im Stil der «Comedian Harmonists»: Die Formation «swing4you» zog alle stimmlichen, aber auch alle komödiantischen Register. Bild Christian Ballat

Nachrichten

500 Besucher hörten Pepe

Die Swiss Army Big Band unter der Leitung von Pepe Lienhard, das Gesangsquartett «swing4you» und die stimmgewaltige Brigitte Wullimann setzten ein dickes Ausrufezeichen. Ihr Konzert begeisterte die 501 Gäste restlos.

«Was will man mehr als ein volles Haus, Menschen, die ihre Instrumente und Stimmen perfekt beherrschen, und eine grandiose Stimmung? » sagte ein sichtlich zufriedener Beat Diener nach dem fulminanten Konzertabend. Er hatte in seiner Doppelfunktion als Präsident und Theaterleiter der Theatergesellschaft Arth sowie als Chef Kompetenzzentrum Militärmusik der Schweizer Armee diesen Abend erst möglich gemacht. Innert zweier Tage waren alle Sitzplätze im Theater Arth ausverkauft – innert zweier Konzertstunden alle Besucherherzen für diese Art Musik gewonnen.

Merz und Ghaddafi

Das erste Konzert unter dem neuen Kommandanten und gleichzeitig das letzte des diesjährigen WKs der Musiker wurde speziell für Arth angepasst. So gab es neben viel amerikanischer Swing- und Jazzmusik (Count Basey, Glenn Miller, Benny Goodman und Miles Davis) auch schweizerische Highlights zu hören. «Gilberte de Courgenay» begann in der allseits beliebten Fassung, erhielt durch ein Swing-Arrangement aber auch völlig neue Töne. Das Publikum tobte vor Begeisterung. Diese wurde noch grösser, als das Programm Lieder von Hazy Osterwald, Teddy Staufer und der Geschwister Schmid bereithielt. Dabei kamen anstelle von Jacky Brown und Baby Miller Hans-Rudolf Merz und Ghaddafi zum Tanz des Kriminaltangos, und «Margritli, i lieb di vo Härze» erklang gar dreisprachig. Pepe Lienhard hatte es als Bandleader verstanden, seine Musiker richtig auf den Abend einzustimmen. Alle Akteure strahlten neben ihrer perfekten Instrumentenbeherrschung auch eine warme Herzlichkeit aus, die sich schnell bei den Gästen im Saal widerspiegelte. So ging der Konzertabend viel zu schnell seinem Ende entgegen.

Vielleicht mit Udo Jürgens

Pepe Lienhard zeigte sich nach dem Konzert in der Garderobe gegenüber dem «Boten» sehr begeistert. «Eine so tolle Stimmung wie hier im Theater Arth erleben wir nur ganz selten.» Es sei eine besondere Freude gewesen, vor einem so applausfreudigen Publikum zu spielen. Kurz zuvor hatte er auf der Bühne Beat Diener noch das Versprechen gegeben, den vorbereiteten «Vertrag» Udo Jürgens vorzulegen. «Wer weiss, vielleicht gelingt es, auch ihn nach Arth zu bringen.»

Nadia Räss kommt

Das Theater Arth wartet mit weiteren Sternstunden auf. Am 16. Januar feiert die Operette «Eine Nacht in Venedig » von Johann Strauss Premiere, die Spielsaison läuft bis zum 27. März, der Vorverkauf beginnt am 7. Dezember unter www.theaterarth.ch. Als Konzert ist dann am 22. April der Auftritt von Nadia Räss zusammen mit der Swiss Army Brass Band auf dem Programm. Tickets dazu gibt es ab Mitte März.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

29.09.2009

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schwyzkultur.ch/EeiVdd