Im Gespräch: Der ehemalige Chorleiter Pater Andri Tuor (links) und Bassist Beat Eichhorn.
Im Gespräch: Der ehemalige Chorleiter Pater Andri Tuor (links) und Bassist Beat Eichhorn.

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Allegra-Chor: Halleluliedern und Chorwerke

Der Allegra-Chor feiert sein 20-jähriges Bestehen. Die Sängerinnen und Sänger proben in Arth und treten vor allem in Kirchen auf, unternehmen aber auch viel Geselliges.

«Freude am Singen», «Gemeinschaft », «Toleranz leben und Toleranz erfahren». Mit diesen oder ähnlichenWorten umschreiben die 18 Mitglieder die Bedeutung, die der Allegra- Chor für sie hat. Der Chor probt jeden zweiten Mittwoch im Schulhaus Hofmatt inArth. Da ist die Freude am Singen hör- und sichtbar. Die Mitglieder sind zwischen 30 und 50 Jahren, kommen aus der Gemeinde Arth, aus Küssnacht, aber auch von Muotathal und Einsiedeln. «ptg … ptg … ptg», Jonathan Prelicz, der junge Musikstudent aus Arth, macht als Chorleiter Sprachübungen zum Aufwärmen vor. Auch ein falscher Ton oder kein Ton darf einmal sein. Die einzelnen Register haben so Grund, sich gegenseitig zuzuschmunzeln. Ein lockerer Spruch hat neben dem konzentrierten Arbeiten Platz. In der eineinhalbstündigen Probe werden zurzeit Lieder vom zeitgenössischen Komponisten John Rutter, Gospels und andere vierstimmige Lieder eingeübt. Zu hören ist der Chor mit diesen Melodien am Sonntag, 15. Januar, in den katholischen Messen in Goldau und Arth.

Musikalische Entwicklung

Vor 20 Jahren wäre ein solches Repertoire nicht denkbar gewesen. Rund 10 junge, singbegeisterte Leute schlossen sich damals zusammen. Sie probten ohne musikalische Leitung. Die Lieder aus dem Hallelubüchlein begleiteten sie selbst mit Gitarre oder Blockflöte. Obwohl die meisten Lieder einstimmig waren, klangen sie ab und zu mehrstimmig. Mit Andri Tuor hatte der Chor im Jahre 1997 zum ersten Mal einen richtigen musikalischen Leiter. Junge, ambitionierte Musikstudenten folgten als Dirigenten. Davon profitierten alle. Während die Studierenden wertvolle Erfahrungen in der Chorleitung sammeln konnten, entwickelten sich die Sängerinnen und Sänger musikalisch weiter. Neben dem Singen in Kirchen und in Altersheimen kamen Aufträge für Hochzeitsmessen, Taufen und private Anlässe dazu. Der bisherige musikalische Höhepunkt war das Adventskonzert in der voll besetzten reformierten Kirche in Oberarth im Jahre 2007.

Das Gesellige kommtnicht zu kurz

Der Allegra-Chor hat keine Vereinsstrukturen. Die Gemeinschaft und das freiwillige Engagement Einzelner genügen. Andreas Marty ist Vertreter nach aussen, Brigitte Heinzer-Marty sorgt für das Notenmaterial, Ruth Gwerder-Suter hütet die kleine Kasse, die ohne Mitgliederbeiträge immer wieder knapp aufgeht. Gabriela Gutzeit verwaltet die Adresskartei, und Monika Neidhart aktiviert immer wieder die «Kreativ-Ecke». Neben den Proben gehören Spielabende, kulturelle Anlässe und das jährliche, hart umkämpfte Minigolfturnier zu geschätztenTreffs. Langweilig wird es den Mitgliedern nicht. Neue Sängerinnen und vor allem Sänger werden herzlich aufgenommen.



Weitere Infos

www.allegra-chor.ch.vu

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

10.01.2012

Webcode

schwyzkultur.ch/KPtCrn