Dieses junge Paar hats im Griff: Sowohl die Frau als auch der Mann bödelen technisch gut und hatten Freude und Ausdauer. Bild: Ruth Auf der Maur
Dieses junge Paar hats im Griff: Sowohl die Frau als auch der Mann bödelen technisch gut und hatten Freude und Ausdauer. Bild: Ruth Auf der Maur

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Alter Brauch, um Freude zu zeigen

Der Schweizerische Volksmusikverband organisierte im Bauernhof-Chalet einen Bödelekurs.

Als fachkundiger Kursleiter und «Bödeler- Spezialist» konnte Simon Lüthi aus dem Toggenburg gewonnen werden. Der junge Mann scheute sich nicht, immer wieder seine eigenen Bödelerkünste zu zeigen, alleine oder mit Tanzpartnerin. Er ermutigte die Anwesenden zum Ausprobieren und erklärte zuerst in einem kurzen Theorieteil die Grundlagen. Natürlich durfte eine gute Ländlerkapelle nicht fehlen: Das Ländlertrio Studhalter-Pfister schuf den passenden Rahmen, um Lust aufs Bödelen zu bekommen. Denn eigentlich, erklärte Simon Lüthi, ist Bödelen ganz einfach eine «Tanz-Art», mit der man mit seinem Körper die Freude an der Musik ausdrückt. Dabei gibt es aber bestimmte Regeln, die bei einer Teilnahme an einem «Preis-Bödelen» allfällig bewertet würden: Körperhaltung, im Takt sein, Füsse nicht zu hoch heben und weitere wichtige Punkte.


Anwesende zeigten Ausdauer und durften am Abend weitertanzen


Auffallend am ganzen Anlass war die Lockerheit, die die Kursbesucherinnen und Kursbesucher an den Tag legten. Gut gelaunt schwangen die meisten das Tanzbein, und wer Lust hatte, bödelete, wer nicht mochte, liess es bleiben. Eigentlich sind es die Männer, die mit dem Bödelen im Rahmen des hier bekannten «Gäuerlens » eine Frau umwerben. Simon Lüthi sieht das aber nicht so eng und findet es auch toll, wenn eine Frau schön «bödelen » kann. Wer nach dem nachmittäglichen Kurs noch Power hatte, durfte am Abend weitertanzen: Im Restaurant Bauernhof hatte man auf den Abend noch die Kapelle Echo vom Geissläzwick organisiert.


Bote der Urschweiz / Ruth Auf der Maur

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

29.01.2018

Webcode

schwyzkultur.ch/68NVCJ