Der Jodlerklub Luegisland Wollerau lud am Samstag traditionsgemäss zu seinem jährlichen Chränzli. Bild Frieda Suter
Der Jodlerklub Luegisland Wollerau lud am Samstag traditionsgemäss zu seinem jährlichen Chränzli. Bild Frieda Suter

Nachrichten

Auch nach 75 Jahren offen für Neues

Der Jodlerklub Luegisland Wollerau hat am Samstag das Chränzli-Motto «Wir können feiern» tatkräftig umgesetzt.

Dass es sich bei Jodlern gut feiern lässt, zeigte sich am Samstagabend in der MGH Riedmatt in Wollerau. Auf der Bühne gaben sich die Luegisland-Jodler bei den ersten Vorträgen wie zur Gründungszeit: ohne Hut und mit den Händen auf dem Rücken. Etwas später als Kleinformation am Stammtisch, die es versteht, Stimmung zu schaffen und locker zu unterhalten. Im zweiten Konzertteil traten sie schliesslich mit Hut, den Händen in den Hosentaschen und dem nächsten Jodelfest-Vortrag «Was i gschpüre» auf. Die Kleinformation sorgte für Gänsehaut mit dem Wiesenberger- Hit «Land ob de Wolke», den sie einem kürzlich verstorbenen Mitglied widmete, und dem «Indianer» von Gölä, in dem Dirigentin Jasmin Brunner die Frauenstimme übernahm.


Alt und Neu


«Altes bewahrend und sich vor Neuem nicht verschliessend», lobte Richi Huwiler, Präsident des Zentralschweizerischen Jodlerverbands und Vizepräsident des Eidgenössischen Jodlerverbands, in seinen Grussworten die Luegisländer. Er widmete den Wollerauer Jodlern auch die drei W – Wurzeln, Werte und Weitsicht –,die ursprünglich Bundesrat Ueli Mauerer in Umlauf gebracht hatte. Als Geschenk überreichte Richi Huwiler eine Jubiläums-Wappenscheibe an Sepp Gyr, den Präsidenten des Jodlerklubs Luegisland,und wünschte auch für die Zukunft nur Gutes. Heimetchörli zu Gast Traditionsgemäss hatte der Jodlerklub Luegisland eine bekannte Gastformation ans Chränzli eingeladen, die aus einer anderen Gegend stammt. Das Heimetchörli Hemberg steht seit zehn Jahren unter der Leitung von Ruedi Roth und besteht hälftig aus Frauen und Männern. Ein grosser Teil davon ist in der Lage, vorzusingen, und der Chorklang besticht mit Harmonie und Präzision. Lieder und Naturjodel brachten Toggenburger-Feeling in die Halle. Gerne waren die Hemberger nach lang anhaltendem Applaus auch für eine Zugabe bereit, und spontan kamen sie auch nach Programmende nochmals auf die Bühne.


Ausgezeichnete Stimmung


Viel zur guten Stimmung am Jubiläumsabend beigetragen hat zudem das Trio Rötstock aus Siebnen. Fredi Schnyder (Bass und Handorgel) verstand es, zusammen mit Reto Nötzli (Handorgel, Schwyzerörgeli, Bass) und Bruno Oetiker (Handorgel und Schwyzerörgeli) das Publikum zum Tanzen zu animieren. Zwischen den Auftritten der drei Jodlerformationen und dem Trio sorgte Stockhorn-Housi (Hans Hadorn aus dem Berner Oberland) mit witziger Unterhaltung und ausgeprägter Mimik für Lacher. Die Wollerauer Jodler durften sich zum Jubiläum über ein volles Haus und ein gelungenes Programm freuen. Sepp Gyr lobte zudem alle Helfer vor und hinter den Kulissen, und seiner Einladung, den Rest des Abends in der Bar zu verbringen, wurde natürlich gerne Folge geleistet.


Höfner Volksblatt und March-Anzeiger / Frieda Suter

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

11.12.2017

Webcode

schwyzkultur.ch/ZgvLuR