Das Blasorchester Siebnen lud zu einem klangvollen musikalischen Ausflug in viele gute Welten ein. Bild Svenja Marocchini
Das Blasorchester Siebnen lud zu einem klangvollen musikalischen Ausflug in viele gute Welten ein. Bild Svenja Marocchini

Nachrichten

Auch schwierigste Passagen mit Leichtigkeit vorgetragen

Am Wochenende lud das Blasorchester Siebnen zu seinen Winterkonzerten unter Leitung von Blaise Héritier.

Das Blasorchester Siebnen hat am Wochenende das alljährliche Winterkonzert aufgeführt. Am Samstag um 20 Uhr und am Sonntag um 17 Uhr versammelten sich die zahlreich erschienenen Besucherinnen und Besucher in der Stockberghalle in Siebnen. Präsidenten Roman Hutzmann begrüsste; sichtlich stolz erwähnte er noch einmal den grössten Erfolg des Jahres: «An der Europameisterschaft für Blasorchester in Brüssel hat unser Orchester den vierten Platz ergattern können.»


Eigenwilliges Werk


Durch den Abend führte Fabienne Laube. Das Konzert startete mit der Oper «Candide» von Leonard Bernstein. Die Operette beziehungsweise das Musical, die an eine satirische Novelle des französischen Philosophen Voltaire angelehnt ist, wurde vom Blasorchester in fünf Schlüsselstellen unterteilt. Sie wurden während des Konzertes von Bildern auf einer Leinwand untermalt, die dem Publikum die Orte der zauberhaften Operette aufzeigten. Auch schwierigste musikalische Passagen trug das 80-köpfige Orchester mit Leichtigkeit vor. Die Geschichte erzählt die tragisch-komische Entwicklung des jungen Candide, der wirre und witzige Katastrophen aber auch verwunderliche Rettungen erlebt.


Barcelonas Ambiente spüren


Auf Bernsteins Werk folgte eine musikalische Hommage an die Bauten des weltberühmten spanischen Architekten Antoni Gaudí. Das Werk «Soulful Stones» von Komponist José Suñer Oriola beschäftigt sich mit fünf der bekanntesten Bauwerke Gaudís. Die Musik beschreibt die Atmosphäre der Bauten in Barcelona. So wurde zum Beispiel das Ambiente in der Sagrada Família oder in der Casa Milà durch die Musik bestens beschrieben. Die Sagrada Família brachte mächtige Töne hervor, der Park Güell ein fröhliches Durcheinander. Wer schon einmal Barcelona besucht hatte, konnte quasi nur die Augen schliessen und war wieder dort. Für Menschen, die noch nie in der spanischen Stadt waren, wurden auf der Leinwand neben den Musikern Bilder der bekannten Bauwerke gezeigt.


Schweizer Erstaufführung


Nach einer Pause spielte das Orchester ein Werk von David und Matthew Maslanka. Die Schweizer Erstaufführung «Symphonie No.1» beinhaltet vier Sätze. Das Werk von Vater und Sohn Maslanka beschäftigt sich vor allem mit dem Tod. Tragischerweise ist David Maslanka noch vor der Fertigstellung des Werkes verstorben und Sohn Matthew vollendete die gemeinsame Schöpfung allein. Zwei Stunden nach Konzertbeginn endete die Aufführung des Blasorchesters mit tosendem Applaus und einem glücklichen Publikum.


Höfner Volksblatt und March-Anzeiger / Svenja Marocchini

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

18.12.2018

Webcode

schwyzkultur.ch/nJ7Edq