Der Künstler Martin Christen stellt zurzeit im Restaurant des «Hotels zum Hirschen» in Schindellegi in einen Teil seiner gut 150 Werke aus. Bild Hans Ueli Kühni
Der Künstler Martin Christen stellt zurzeit im Restaurant des «Hotels zum Hirschen» in Schindellegi in einen Teil seiner gut 150 Werke aus. Bild Hans Ueli Kühni

Nachrichten

Auf dem Weg zur Galerie

Im Restaurant des «Hotels zum Hirschen» in Schindellegi fand am Samstag zum zweiten Mal eine Vernissage zu einer Gemäldeausstellung statt. Wie schon die erste, wies auch diese einen neuen Weg in der lokalen Kunstszene.

Es war wieder eine Vernissage, wie man sie sonst nicht kennt. Schon der Titel zur Einladung klang verlockend: «Malerei & Musik». Die zahlreichen Besucher erlebten an der Vernissage zur Ausstellung von Martin Christen einen bunten Mix aus kreativen Bildern, eindrücklichen Erklärungen des Künstlers und Musik der Gruppe Scarves but no Shoes, deren fünf Mitglieder durch hervorragenden Gesang auffielen. Doch das wichtigste waren natürlich Christens Bilder.

Jedes Material ist ihm recht

Der Künstler erklärte den Besuchern ausführlich,wie seine Werke entstehen. Am Anfang weiss er bloss, wie gross das Bild werden soll. Dann kommt ein bunter Mix von Materialien zur Anwendung: Acryl oder Dispersion sind die Basis, dann kommen fallweise Bitumen, Kaffeesatz, Gips, Seidenpapier, Graphit, Baukleber oder Binder wechselweise nach Lust und Laune zum Einsatz. Was entsteht, sind spannende Bilder, oft mit starken Strukturen, oft mit tiefen Spachtelspuren, oft bunt – aber immer abstrakt und der Fantasie des Künstlers folgend. Christen verstand es, mit seinen Ausführungen die Besucher zu begeistern; bereits innert Minuten waren die ersten Werke verkauft. Wie der Künstler erörterte, ist seine Kunst zunehmend auch in Galerien anzutreffen, und das Ausland ist bereits auf ihn aufmerksam geworden. Das ist umso erstaunlicher, weil sich Christen erst seit zweieinhalb Jahren der Kunst verschrieben hat. Früher war er Hochbauzeichner, und das Zeichnen ist ihm geblieben, denn als Abwechslung zeichnet er ab Fotos Häuser und Gegenstände für Kunden – Freihand, wie er vermerkte.

Ein neuer Hotspot für Kunst?

Es ist erst die zweite Kunstausstellung im Restaurant des «Hotels zum Hirschen». Nach dem Erfolg der ersten ist sich das Wirtepaar Sasikaran und Juliane Rasiah gewiss, dass Kunst und gutes Essen einen gelungenen Mix darstellen. So waren denn auch am Samstag überraschend viele Gäste dort, die in den mit Gemälden dekorierten Räumen und bei guter Live-Musik das Essen mit dem Künstler und seiner Frau Josiane genossen. Der Wirt erklärte, dass er sich schon immer gewünscht habe, der Kunst eine Plattform zu bieten und dadurch sein Lokal alle paar Monate neu dekoriert zu bekommen. Die sehenswerte Ausstellung im «Hotel zum Hirschen» läuft noch bis zum 24. September; am Abend dieses Tages sind dann bereits Werke der in der Gegend wohnenden Susanne Baumann zu bestaunen. Was sie präsentieren werde, sei noch ein Geheimnis, erklärte sie am Samstag.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger (Hans Ueli Kühni)

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

20.06.2016

Webcode

schwyzkultur.ch/EC11sL