Die sechs Höfner (stehend v. l.) Nedim Kolic, Christian Jankovic, Michel Vucinic, Lars Schnelli und Lumi Klaiqi sowie Gilles Knobel (sitzend) wirkten beim Album mit. Bild Jamina Straub
Die sechs Höfner (stehend v. l.) Nedim Kolic, Christian Jankovic, Michel Vucinic, Lars Schnelli und Lumi Klaiqi sowie Gilles Knobel (sitzend) wirkten beim Album mit. Bild Jamina Straub

Nachrichten

Aus Spass wurde plötzlich Ernst – und ein Höfner Rap-Album

Die zwei Freunde Christian Jankovic und Lumi Klaiqi aus Bäch produzierten mit weiteren vier Höfnern ihr erstes Rap-Album. Der Schweizer Nationalfussballspieler Josip Drmic, der ein jahrelanger Freund der beiden ist, empfiehlt das Album an all seine Fans weiter.

«Wieso schreiben wir nicht einen Song?» Mit dieser Frage begann vor rund einem Jahr ein neues Abenteuer für die Bächer Christian Jankovic und Lumi Klaiqi. Aus Langeweile kam ihnen die Idee, einen Rap-Song zu schreiben und diesen anschliessend im Musikstudio ihres Freundes Gilles Knobel in Altendorf aufzunehmen. Da sie sich mit dem Liederschreiben noch nicht wirklich auskannten,machten sie sich für ihren ersten Song erst einmal ein sogenanntes Mind-Map. Als Thema des Liedes wurde der Begriff «Trip» (deutsch «Reise») gewählt. Nachdem der Song aufgenommen und von Knobel produziert war, fragte er die Jungs, wieso sie nicht gleich ein ganzes Album machen wollten. Er selbst brachte als Produzent bereits viel Erfahrung mit, da er schweizweit, aber auch international unter dem Namen «Chekaa» schon viele erfolgreiche Songs der Hip-Hop-Szene produzierte. Die beiden Hauptsänger des Albums, Lumi und Christian, fanden es eine gute Idee, etwas Ernsteres zu machen und setzten das Ganze in die Tat um. «Ich habe aber nicht geglaubt, dass wir es wirklich durchziehen», gesteht Christian Jankovic.

Produktion ein langer Prozess

Die beiden Bächer trafen sich schliesslich immer wieder und nahmen so einen Song nach dem anderen auf. Die Produktion des Albums sei ein sehr langer Prozess gewesen, da die Rapper sich keinen Zeitdruck machen wollten. Sie hätten beide gewollt, dass das Album eine gute Mischung aus verschiedenen Musikstilen ist, damit für jeden etwas dabei ist. Deshalb liessen sie in einzelnen Liedern auch ihre Freunde mitwirken, sodass insgesamt sechs Höfner beim Album mitwirken. So sind einige Partysongs dabei, aber auch traurige und nachdenkliche Aspekte vorhanden. Gerappt wird auf schweizerdeutsch, in einem Lied singt jedoch der Halbspanier Lars Schnelli aus Wilen einen spanischen Refrain, was dem Gesamtpaket einen zusätzlichen südländischen Rhythmus verleiht. Nun mussten sich die Neu-Musiker überlegen,was ihr nächster Schritt sein sollte. «Der Gedanke, das Ganze öffentlich zu machen, war lange gar nicht da», erklärt der 27-jährige Lumi Klaiqi. Die vielen positiven Rückmeldungen ihrer Freunde habe sie aber schliesslich überzeugt, dass auch andere an ihrer Musik Gefallen finden könnten, und so entschieden sie sich für eine Veröffentlichung.«Aus Spass wurde sozusagen plötzlich Ernst», so Christian Jankovic, dessen Künstlername «Kikz» lautet.

Josip Drmic als Unterstützung

Das Album kann seit Anfang September vorbestellt werden. Damit möglichst viele Leute davon erfahren, werben die sechs Höfner fleissig auf allen möglichen sozialen Netzwerken. Eine besondere Werbeaktion führt für sie der Schweizer Nationalfussballspieler Josip Drmic durch, der ebenfalls in Bäch aufwuchs. «Wir kennen Josip schon viele Jahre und sind sehr gut mit ihm befreundet», erklärt Lumi Klaiqi. Der Fussballer, der im deutschen Verein Borussia Mönchengladbach spielt, kündigte in einem Video eine Verlosung an. Alle, die ein Album vorbestellen oder kaufen, haben die Gelegenheit, zwei Tickets für ein Bundesligaspiel seiner Mannschaft oder ein handsigniertes Trikot zu gewinnen. Ein weiteres Lied des Albums sei Drmic gewidmet, da dieser kürzlich wegen einer Knieverletzung beinahe vor seinem Karriereende stand. Sein Freund Lumi erklärt: «Das Lied soll ihn und alle anderen in einer ähnlichen Situation motivieren, weiterzumachen.»

Alles lokal gehalten

Die beiden Rapper Lumi und Kikz nahmen sich als nächstes vor, ein Musikvideo zu drehen. «Wir wollten, dass die Leute, die uns nicht kennen, sehen können, wer überhaupt hinter dem Album steckt», so Christian Jankovic. Das Video wurde von Denis Alig gedreht, der auch schon Schlagerstar Beatrice Egli vor der Linse hatte. «Uns war wichtig, dass unser Kameramann ebenfalls aus den Höfen ist, damit wir die gesamte Produktion lokal halten können», beschreibt Christian Jankovic die Überlegungen der beiden. Es stellte sich schnell heraus, dass ein solcher Musikvideodreh schwieriger ist als gedacht. Das gesamte Video sei an einem Tag g

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

27.09.2017

Webcode

schwyzkultur.ch/dXBEbQ