Zuschauen, zuhören und selbst aktiv werden: Das alles war an der «Ybrigerart» möglich.  Bild Kurt Fässler
Zuschauen, zuhören und selbst aktiv werden: Das alles war an der «Ybrigerart» möglich. Bild Kurt Fässler

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Ausstellung war ein Riesenerfolg

Im Rahmen des Schwyzer Kulturwochenendes vom 20. bis 22. April wagte sich die Kulturkommission Unteriberg mit einheimischem Schaffen an die Öffentlichkeit. Das Wagnis hat sich gelohnt.

In langer Vorbereitungszeit nahmen Ideen und Vorschläge sukzessive Gestalt und Formen an. Man beschloss, einen Fotowettbewerb durchzuführen. Bekannte und ganz unbekannte Künstlerinnen und Künstler für eine Beteiligung zu begeistern, sodass das Ganze immer mehr Form annahm. Durch SchwyzKulturPlus wurde der Anlass, der sich über den ganzen Kanton erstreckte, organisiert und propagandiert. Die Unteriberger erstellten einen sehr gefälligen Flyer, der in alle Haushaltungen verteilt wurde.

Vielfältiges Schaffen

In der grossen Eingangshalle des Bezirksschulhauses installierte sich Andreas Fässler von Studen mit seinen zum Teil riesigen Holzfiguren, die er natürlich zu Hause mit der Motorsäge erstellt hatte. Auf vier Stellwänden hingen Werke von Andrea Fuchs, die die Besucher zum Eingang begleiteten und von dort konnte man die ganze Ausstellung mit ihrer Vielfalt auf sich einwirken lassen. Originell, fast in der Mitte, stand ein grosser Tisch, auf dem ein Rahmen aufgespannt war, wo sich Gross und Klein unter Anleitung von Andrea Fuchs im Malen versuchen konnten. Daneben präsentierte die Künstlerin sehr gefällig und gekonnt Bilder aus Acryl und Collagen unter dem Namen «Artefox». Grossartig, eindrücklich, vielfältig, bunt und bis ins Kleinste auf Porzellan bemaltes Geschirr und Figuren präsentierte Rita Jud. Durch leichtes Klopfen machte Roland Fässler auf sich aufmerksam mit seinen grossen und kleinen fast filigran geschnitzten Vögeln, bei dessen Entstehung man zusehen konnte. Mit Staunen nahm der Besucher zur Kenntnis, aus wie viel Teilen ein Schwyzerörgeli gebaut wird. Edgar Ott mit seiner Familie musste viel Auskunft geben und das Interesse war sehr gross. Eigentlich (noch) unbekannt waren die malerischen und zeichnerischen Talente von Arthur Ott und seine Bilderausstellung – in Farbe und weiss-schwarz – verblüffte die Betrachter.

Stärkung für Körper und Seele

Eine kleine Festwirtschaft lud den müde gewordenen Besucher zum kurzen Verweilen ein. Für das leibliche Wohl sorgten Adelbert und Meiri von der Twingimetzg mit ihren Grillspezialitäten. Ein wahrer Ohrenschmaus waren die musikalischen Einlagen. Dafür sorgten die Familie Edgar Ott und Myrtha Albrecht mit Streicher und Akkordeon, aber auch die Musikschule mit den Schwyzerörgeli-Einlagen. Am Sonntag konnte man einen kulturellen, musikalischen Höhepunkt mit Yolanda Schibli-Zimmermann und Marlène Fässler-Holdener erleben. Sie spielten im ersten Block mehr als 100-jährige Ybrigertänze wie Walzer, Schottisch, Polka, Ländler und Mazurka. Im zweiten Block waren es Eigenkompositionen von Edgar Ott, der höchstpersönlich die beiden Damen begleitete.

Grosser Aufmarsch

Zu den Besuchern: Die Jugend- und Kulturkommission war überrascht und hoch erfreut über den grossen Publikumsaufmarsch von zwischen 400 und 500 Besuchern. Auch Hermann Betschart, seines Zeichens Präsident von SchwyzKulturPlus, konnte am Samstag mit seiner Frau begrüsst werden, wie auch Kantonsrat Marcel Dettling und Gemeindepräsident Josef Schatt. Am Sonntag wurden um 15 Uhr die fünf Preisträger des Fotowettbewerbes bekannt gegeben, denen insgesamt ein Preisgeld von 1500 Franken übergeben wurde. Gewinner des ersten Preises wurde Harry Ott. Nur zu schnell verflog die Zeit, doch die Eindrücke haben sich tief eingeprägt. Die Jugend- und Kulturkommission samt den Ausstellern verdienen ein ganz dickes Lob und ein grosses Kompliment. Es ist zu hoffen, dass solche Veranstaltungen gelegentlich wiederholt werden.

Einsiedler Anzeiger

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

24.04.2012

Webcode

schwyzkultur.ch/tLsJEY