Zum Schlussbouquet versammelten sich alle Bands des «Mountainrock» noch einmal auf der Bühne. Sie sangen «Wish you were here». Bild zvg
Zum Schlussbouquet versammelten sich alle Bands des «Mountainrock» noch einmal auf der Bühne. Sie sangen «Wish you were here». Bild zvg

Nachrichten

Bands brillierten am Mountainrock

Am Samstagabend feierten 400 Teilnehmer ein würdiges Benefizkonzert für Joel Bellwald

Das Andenken an Joel Bellwald lebte am Samstag mit 400 Teilnehmern würdig noch einmal auf. Pater Aaron, Vikar der Pfarrei Einsiedeln, führte in überzeugender Manier durch den Abend und stellte alle Bands vor ihrem Auftritt kurz vor. Auch die Bands erzählten zwischendurch ihren Bezug zu Joel.

Man spürte den ganzen Abend hindurch, wie alle so angenehm zu ihm standen. Der Tenor und die Worte der Bands waren klar, dass Joel ein Macher war und die Bands mit ihm gross wurden sowie mit ihm viele eindrückliche Auftritte erleben durften. Dank der vielfältigen Besuchern war es auch eine prächtige Stimmung. Von überall her kamen Jung und Alt, von den Kantonen Schwyz, Uri und sogar vom Wallis.

Schwyz ist ein Talentschuppen

Das Andenken blühte auch an den tollen Perfomances der Bands auf. Durchgehend überzeugend waren die Auftritte aller und sie begeisterten mit Gesang, mit ihren Stimmen, mit ihren Instrumenten. Und auch visuell war jeder Auftritt anschaulich. So spielten mit «Richard Baker» und «Display» zwei stimmgewaltige Bands aus dem Wallis. Eindrücklich ist die Qualität der Musiker auch aus dem Kanton Schwyz. Fünf Bands kamen aus dem Kanton Schwyz. «Snout Snails» stammen aus Einsiedeln, «Nina & Laura» aus Gross, «Nightrain» aus dem Ybrig und aus der Höfe spielten «Tempesta» (Wollerau) und «Sarz» (Schindellegi) auf.

Das Konzert startete einleitend mit dem «Juchzer» von Hubert von Goissern. Anschliessend starteten die Bands. Geplant waren halbstündige Einsätze, welche sich durch alle Zugaben leicht verlängerten. Der Abend machte den bereits seit Jahren anhaltenden Trend in der Musikszene wieder bewusst. Die Qualität ist hoch und es gibt sogar einen steigenden Trend zur Professionalisierung.

Mehrfach ein Benefizkonzert

Der Gewinn aus dem Konzert geht an die gemeinnützige Organisation Sternschnuppe, welche es sich zur Aufgabe gemacht hat, Wünsche von schwerkranken Kindern zu erfüllen. Joel Bellwalds Eltern freuen sich, einen noch nicht bekannten Gewinn zu übergeben, damit diese Organisation in der Schweiz Wünsche erfüllen kann. Später am Abend gab es von Joels Götti noch eine grosse Barspende.

Ein Bekannter der Band «Tempesta» überraschte am Abend mit einem persönlichen «Beneficere». Er machte seiner Lebenspartnerin mit einem kurzen Auftritt auf der Bühne einen Heiratsantrag, nachdem sein Götti vor drei Wochen verstarb.

Ein weiteres «Beneficere» sah man bei den Musikern. Um in der Musikszene zu bestehen, geht es um harte Arbeit, unermüdliches Üben, möglichst viele Auftritte und einfach viel «Gutmachen». Seitdem die Bands mit Joel ab 2006 zusammen in der Szene starteten, haben alle hart und gut an sich gearbeitet und sind auf ein hohes musikalisches Niveau geklettert.

Das offizielle Programm endete mit dem Song «Wish you were here» mit allen Bands als Schlussbouquet. Anschliessend überreichten die Eltern allen Bands einen Award «Mountainrock 2013» als Erinnerung und Dank. Abschliessend liess die Örgelimusik «Echo vom Hüfi» aus dem Urnerland den Abend gemütlich ausklingen. Alle am Event haben ehrenamtlich gearbeitet und allen Helfern, den Sponsoren und dem Publikum gebührt ein grosses Dankeschön für den unterhaltenden und gelungenen Anlass.



Einsiedler Anzeiger

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

10.09.2013

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schwyzkultur.ch/SZxVZq