Viel Publikum: Das Konzert aus der Reihe «Beflügelter Montag» wurde sehr gut besucht.
Viel Publikum: Das Konzert aus der Reihe «Beflügelter Montag» wurde sehr gut besucht.

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«Beflügelter Montag» mit Ohrwürmern

«Beflügelt» setzt sich auch für die Jugend ein, und so war am Montag die Bühne für die Klavierklasse von John Brennan frei. Für Kinder und Jugendliche ist es eine grosse Motivation, ihr Erlerntes und ihr Können in diesem Rahmen präsentieren zu können. Durch diesen Event wird ihre Persönlichkeit und ihr Selbstvertrauen gestärkt, im weitesten Sinne ist er auch eine Lebensschule.

Die jungen Pianisten und Pianistinnen verwöhnten das Publikum mit einem breit gefächerten Programm. Faszinierend war zu spüren, wie die Musik verschiedenste Menschen altersunabhängig verbinden kann. DieAltersdifferenz von diesen kleinen Künstlern mag bis zu 20 Jahre betragen haben.

Das Beste geben

Jeder versuchte, auf der Bühne sein Bestes zu geben und die Zuhörerschaft mit seiner Musik zu fesseln, die einen mit Noten, die anderen sogar auswendig. John Wolf Brennan improvisierte mit seiner Melodica zu einzelnen Klavierstücken seiner Schüler, was dem Ganzen einen besonderen Charakter verlieh. John Wolf Brennan hat seine Wurzeln in Irland und hat eine Vorliebe für die schottische Komponistin Pam Wedgwood. Ganz begeistert erzählte er, dass Pam Wedgwood fünffache Grossmutter ist und bereits dreimal den Ärmelkanal durchschwommen hat. Die beiden Komponisten verbindet nicht nur die Musik, sondern auch die Sportlichkeit und die Freude an der Natur. Wenn John Wolf Brennan nicht musikalisch unterwegs ist, geniesst er als Bergführer seine geliebte Bergwelt, wo er sich wieder neu inspirieren lässt. So war das abendliche Musikprogramm von vielen Werken dieser zwei Komponisten bestückt.

Neues Werk sehr beliebt

John Wolf Brennans neustes Werk «Wurzeltöne» war bei den Schülern sehr beliebt, und es ist wohl auch für den Lehrer speziell, die selber komponierte Musik von den eigenen Schülern hören zu dürfen. «Ein Lehrer muss seine Schüler so gut unterrichten, dass er sich selber überflüssig macht.» Dies war das Zitat von John Wolf Brennan, dessen Klavierklasse, vom kleinsten bis zum fast bestandenen Pianisten, bewundernswerte Klänge auf dem «Beflügelten» Bechsteinflügel ertönen liess.

Wie ein Puzzle

Das Jahreskonzert ist vergleichbar mit einem Puzzle, das, aus einzelnen Teilen zusammengesetzt, zu einem kleinen Wunderwerk wird. Die Freude an der Musik, die Funken der Ausdrucksweise, die John Wolf Brennan in sich trägt, sind aufseine Schüler übergesprungen. Als Lehrer ist ein solches Jahreskonzert der Höhepunkt, kann man doch die Geduld, die Nerven, den Einsatz und die Freude des ganzen Jahres als Erfüllung und Früchte ernten. Kurz vor der Pause spielte Max Kenel, vielleicht durch seinen Lehrer inspiriert, eine Eigenkomposition mit Improvisationen. Er verstand es, die Zuhörer mit seinen Klängen mitzureissen, alle spürten, wie seine Musik von Herzen kommt und wie er ganz darin aufgeht. Der Abend war für alle 25 Schüler eine Bereicherung, die Freude an der Musik hat alle verbunden und motiviert.



Infos

www.befluegelt.ch



Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

25.06.2011

Webcode

schwyzkultur.ch/GS86Je