Hauptprobe fürs Eidgenössische: Dirigent Blaise Héritier führte das Blasorchester Siebnen zu Höchstleistungen. Bild Kurt Kassel
Hauptprobe fürs Eidgenössische: Dirigent Blaise Héritier führte das Blasorchester Siebnen zu Höchstleistungen. Bild Kurt Kassel

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Bereit fürs Eidgenössische

Das Blasorchester Siebnen lud zur Hauptprobe vor dem Eidgenössichen Musikfest, das am kommenden Wochenende in St. Gallen stattfindet. In der Stockberghalle zeigte sich das Orchester auf der Höhe seiner Aufgabe und konnte die Besucher begeistern.

Das Programm, das die Siebner Musikerinnen und Musiker in St. Gallen vor der gestrengen und fachkundigen Jury spielen werden, ist sehr anspruchsvoll. So wird das Pflichtstück «Divertimento» des Schweizer Komponisten Oliver Waespi mit dem hohen Schwierigkeitsgrad 6 bewertet. Diese Komposition in vier zusammenhängenden Sätzen verlangt vom Orchester hohe Aufmerksamkeit. Das Prélude mit seiner rasanten Eröffnung gab dem Xylophon Gelegenheit zu einem hochstehenden Solo. Der zweite Satz war der lyrische Teil, und im dritten mit der Bezeichnung «Prozession» wurde vor allem hohe Qualität gefordert. «Das Orchester zeigte eine hervorragende Interpretation meiner Komposition», zeigte sich der anwesende Komponist begeistert und gratulierte spontan dem Dirigenten Blaise Héritier und seinen Musikern.

24 Jahre Reise in fünf Episoden

Das Selbstwahlstück «Marco Polo», in dem 24 Jahre Reise in fünf Episoden verpackt waren, war ein musikalischer Leckerbissen, der mit ungewohnten Instrumenten wie der persischen Kegeloboe Zurna Anfangs des zweiten Satzes aufwartete. Die fünf Episoden spielten im Gefängnis, mit der Händlerkarawane, am Berg Ararat, in der grossen Wüste Takla Makan und in der Stadt Bambaluk. Schwermütige wie lebhafte Töne aus dem osmanischen Reich verzauberten die Stockberghalle. Zum Abschluss erklangen die beiden Märsche «Concordia» von Gian Battista Mantegazzi und «Bundesrat Bonvin Marsch» von Hans Honegger. Einer der beiden Märsche wird am Wochenende in St. Gallen auf der Marschmusikstrecke ertönen. «Es war ein gutes Konzert, aber wir können es noch besser – wir haben ja noch eine Woche Zeit zum Proben», stellte Dirigent Blaise Héritier abschliessend fest.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

14.06.2011

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schwyzkultur.ch/1kiC3U