Pater Röbi Camenzind, Maryna Burch-Petrychenko und Fredy Reichmuth (v. l.) spielen gemeinsam in der Pfarrkirche Wangen.
Pater Röbi Camenzind, Maryna Burch-Petrychenko und Fredy Reichmuth (v. l.) spielen gemeinsam in der Pfarrkirche Wangen.

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BergMusik zum Nationalfeiertag in der Kirche Wangen

Orgel, Akkordeon und Chlefeli prägen das BergMusik-Konzert zum Nationalfeiertag. Maryna Burch-Petrychenko, Fredy Reichmuth und Pater Röbi Camenzind sind die Interpreten. Das Konzert wird am 31. Juli in der Pfarrkirche Wangen aufgeführt mit einer Videoübertragung von der Konzertempore auf die Leinwand vor dem Seitenaltar.

Als Einstimmung auf den Nationalfeiertag erklingt am Mittwoch, 31. Juli, in der PfarrkircheWangen ein weiteres Konzert der Reihe BergMusik. Initiantin Maryna Burch-Petrychenko ist bekannt für ihr gefühlvolles und virtuoses Spiel auf der Kirchenorgel. Nebst Klassik und Kirchenmusik widmet sie sich seit mehr als zehn Jahren mit viel Herzblut der Schweizer Volksmusik. Seit fünf Jahren tritt sie mit wechselnden Partnern undWerken im Rahmen der Konzertreihe BergMusik in verschiedenen Gegenden der Schweiz auf.

Nach Orgel-Studien bei HannesMeyer entdeckt sie immer wieder neue Facetten der Schweizer Volksmusik. Die Pianistin und Musikwissenschaftlerin lebt seit 1999 in Wilen bei Sarnen und ist als Hauptorganistin im Benediktinerkollegium Sarnen sowie in Giswil und Kerns tätig.

Gleich mit vier Instrumenten

Mit vier Instrumenten ist am Konzertzum Nationalfeiertag Fredy Reichmuth aus Altendorf mit von der Par-tie. Er begann seine musikalische Laufbahn als Neunjähriger mit Akkordeonstunden. Bald trat er gemeinsam mit seinemVater und dem älteren Bruder auf, als Zwölfjähriger stand er erstmals im Tonstudio. Mit 18 war er Mitbegründer der Kapelle Knobel-Reichmuth, und mittlerweile ist er mit fast allen Grössen der Volksmusikanten aufgetreten. Er ist einer der wenigen, die Ländlermusik auf dem Klavier interpretieren, aktuell mit einer Neu-Einspielung von Hans Frey-Werken. Entsprechend kommen am Konzert zum Nationalfeiertag nebst dem Akkordeon das Klavier, das Schwyzerörgeli und die Blockflöte zum Zug. Pater Röbi Camenzind kennt man weit über die Zentralschweiz hinaus als Zuhörer bei volkstümlichen Konzerten. Oft wird er gebeten, mit den Chlefeli die Ländlerkapellen zu begleiten, und die Zuhörer schätzen dies sehr.

Weniger bekannt ist, dass der 1937 in Gersau geborene Röbi Camenzind in Werthenstein Philosophie und Theologie studiert hat und seit 1964 Priester ist. Viele Jahre wirkte er am Kollegium Nuolen als Lehrer und invielen weiteren Funktionen. Seit er im Ruhestand ist, bleibt ihm vermehrt Zeit für die volkstümliche Musik und mit den beiden BergMusik-Konzerten auch die Möglichkeit für Auftritte.

Traditionelles und Konzertantes

Das Programm vom 31. Juli ist vielfältig. Im Konzertprogramm wechseln nicht nur die Instrumente. Auch die Ausrichtung der eingeübten Titel entspricht einem breiten Spektrum der Volksmusik. Maryna Burch-Petrychenko, Fredy Reichmuth und Röbi Camenzind beginnen mit dem Ribary-Walzer «Im Bluemegärtli» und dem Schottisch «In bester Laune» von Kasi Geisser traditionell. Es folgen nebst Eigenkompositionen von Fredy Reichmuth Titel aus der Feder von Franz Schmidig, Fritz Dünner, Jonny Gisler und Clemens Gehrig.Vertreten sind auch eigentliche Klassiker der Volksmusik wie Walter Grob, Albert Hagen und Hans Frey. Bereits am Sonntag, 28. Juli, ist das Konzert in der Kollegi-Kirche in Sarnen zu hören.

Wie immer bei den Konzerten der Reihe BergMusik ist der Eintritt frei. Die Kollekte ist das Honarar für die Musiker.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

26.07.2013

Webcode

schwyzkultur.ch/YfFmm6