Die Künstlerin Myrta Römer vor drei Collagen, in die sie Elemente der Musik hat einfliessen lassen. Bild Verena Blattmann
Die Künstlerin Myrta Römer vor drei Collagen, in die sie Elemente der Musik hat einfliessen lassen. Bild Verena Blattmann

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Bilder mit Freiheit zur Selbstinterpretation

In der Zürichsee Galerie von Besitzer Georg Igloi in Bäch startete mit der Vernissage vom vergangenen Wochenende eine neue Ausstellung. Bis zum 29. Oktober sind Bilder und Collagen der einheimischen Künstlerin Myrta Römer zu sehen.

Nach beinahe zehn Jahren ist es die erste Ausstellung der Künstlerin Myrta Römer aus Freienbach. Ein Augenleiden legte ihr künstlerisches Schaffen eine Zeit lang brach. Myrta Römer, bei der man letztes Jahr bei der Veranstaltung «Open Atelier» hereinschauen konnte, verfertigt mehrheitlich Acrylbilder, aber auch Collagen, wenige Aquarelle und schwungvolle Tuschebilder. Die Tuschebilder wie das Bild «Piano» malt sie in einem einzigen Zug. Dafür benötigt sie manchmal mehrere Versuche, bis sie mit dem Ergebnis zufrieden ist. Diese, mit wenigen Strichen gestalteten Schwarz-Weiss-Bilder, leben von diesem Schwungvollen, Leichten, und sind dennoch sehr aussagekräftig.

Unterschiedliche Wirkung

Römer unterlässt es bei den meisten Bildern, sie zu benennen. Sie möchte den Betrachter nicht beeinflussen oder einengen, sondern ihre Bilder unvoreingenommen wirken lassen. Ein Freund der Familie, Etienne Prodolliet, hat im Auftrag der Künstlerin die Wirkung ihrer Bilder spontan mit Verszeilen aus der deutschen Lyrik beschrieben. «Gelassen stieg die Nacht an Land, lehnt tränend ab der Berge Wand». Diese Worte Eduard Mörikes kamen Prodolliet beim Betrachten eines abstrakten, in Petrol-Tönen gehaltenen Bildes in den Sinn. Die Künstlerin selber sieht das Bild etwas anders. Besucher der Vernissage brachten das zumTräumen verleitende Bild eher mit Wasser in Verbindung und sahen in dem Licht, das aus dem Bild strahlt, Positives und Hoffnungsvolles.

Musik fliesst in etliche Bilder

Da Musik in der Familie Römer einen wichtigen Platz einnimmt, lässt Myrta Römer in etliche Bilder oder Collagen Musik einfliessen, sei es in Form einzelner Noten, Instrumente, Musiker oder Klaviertasten.

Myrta Römers Bilder haben eine grosse Ausstrahlungskraft und sind, wie beispielsweise das Bild «Feuervogel », sehr dynamisch. Andere Bilder wiederum sind filigran und stellen Blätter dar, die langsam am Zerfallen sind. Viele Bilder wie ein von vielen Besuchern besonders bewundertes, in kräftigen Blautönen gehaltenes Werk ohne Namen oder das Bild «Winterreise » lassen grossen Spielraum für eigene Gedanken und Träume.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

08.09.2014

Webcode

schwyzkultur.ch/3HYDqd