Die vielfältigen Bilder des Malers Fritz Butz (1909–1989) stiessen auf grosses Interesse. Bild Jasmine Helbling
Die vielfältigen Bilder des Malers Fritz Butz (1909–1989) stiessen auf grosses Interesse. Bild Jasmine Helbling

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Bilder voller Leichtigkeit und Leben

Eine umfangreiche Retrospektive zeigt seit Samstag Fritz Butz’ Nachlass in der Galleria il Tesoro in Altendorf.Von Naturgemälden über Stillleben, mit Öl, Aquarellfarben und Kohle gemalt, zeigt die Ausstellung eine grosseVarianz von Werken des vielseitigen Künstlers.

Tritt man in die Galerie ein, so wird man von einer Frau mit Sonntagsbekleidung und einem Strauss gelber Rosen empfangen. Sie scheint schon eineWeile in ihrem Rahmen gewartet zu haben – vielleicht ungeduldig, vielleicht sehnsüchtig. Auch die Gemälde «Frau mit Strickkleid » und «Mädchen am Fenster» rücken Frauen ins Zentrum, die im Moment zu verharren scheinen. Fast schon hätten sie etwas Trauriges an sich, wären da nicht immer wieder Blumen, welche die Einsamkeit auflösen. Diese rücken auf vielen weiteren Bildern sogar ins Zentrum und verleihen ihrer Umgebung Farbe.

Auf Reisen und in der Heimat

Nicht nur auf den blumigen Ölgemälden äussert Butz seine Naturverbundenheit, sondern auch auf einer Reihe von Landschaftsbildern der Region um den Greifensee, wo er nach 1961 in Schwerzenbach gewohnt hat. Mal im blühenden Sommer, mal im kargen Winter durchwandeln Personen oder einzelne Reiter das Zürcher Oberland. Doch die Bilder beweisen, dass es nicht nur in der Heimat, sondern auch in der Ferne schön ist: Eine Kohlezeichnung umreisst Miami, weisse griechische Gebäude zeichnen sich auf Öl vor dem blauen Himmel ab, und drei Dominikanerinnen schützen sich in Aquarellfarben und unter Schirme gehüllt vor Regen. Alle Werke sind von Fröhlichkeit geprägt und entstanden auf Reisen, als Butz bereits über 70 Jahre alt war.

Ein liebevoller Blick fürs Detail

Fritz Butz’ Vielfältigkeit zeigt sich nicht nur in seinen Werken, sondern auch in seinen Beschäftigungen als Illustrator, Grafiker, Bühnenbildner und Maler. Neben Motiven aus seiner Umgebung liebte Butz bewegte und belebte Szenen, in denen sich Leichtigkeit und Freude spiegeln. Sowohl auf den Bildern als auch in der Galerie selbst ist die Freude an der Kunst nicht zu übersehen. Liebevoll drapierte Möbel oder Finessen wie beispielsweise ein Beerenstrauch nehmen Elemente aus den Bildern auf und verstärken deren Wirkung. Auch die glasierten Vögel der Töpferin Mona Grütter und ein kleiner Weihnachtsmarkt laden zumVerweilen ein.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

17.11.2014

Webcode

schwyzkultur.ch/7fjq2Z