Als Highlight an ihrer CD-Taufe hat Rachel Divà die Tuchakrobatin Rahel Rüegg eingeladen. «Ich wollte etwas, was man nicht tagtäglich sieht», erklärt die Sängerin. Bild pd
Als Highlight an ihrer CD-Taufe hat Rachel Divà die Tuchakrobatin Rahel Rüegg eingeladen. «Ich wollte etwas, was man nicht tagtäglich sieht», erklärt die Sängerin. Bild pd

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«Bin sehr froh, ist es endlich so weit»

Das neue Album von Rachel Divà liess lange auf sich warten. Die zwölf Songs der Singer-Songwriterin aus Muotathal sind abwechslungsreich und bunt wie das Leben.

Eigentlich sollte «Colors of my Life» schon letzten Herbst herauskommen. Rachel Divà musste sich aber bis jetzt gedulden. «Ich bin sehr froh, ist es endlich so weit», strahlt die Sängerin. Von der Enttäuschung, dass nicht so viele Leute an die CD-Taufe vergangene Woche gekommen sind, weil sie kaum Zeit hatte für die Promotion, lässt sie sich nicht herunterziehen. Sie schwärmt lieber von diesem Abend und erzählt von der Überraschung für die Gäste: Beim letzten Song verzauberte die Tuchakrobatin Rahel Rüegg das Publikum mit ihrer beeindruckenden Einlage in luftiger Höhe. «Ich wollte den Leuten einfach etwas bieten und diesen speziellen Anlass besonders gestalten», erklärt Rahel Bächtold, wie Rachel Divà mit bürgerlichem Namen heisst.

«Vieles sind wahre Geschichten»

So habe sie zum Beispiel auch Skittles, die kleinen bunten Bonbons, verteilt. Denn ihr neues Album trägt den Namen «Colors of my Life» (Farben meines Lebens). Der Albumtitel sei aus dem Song «Colors» entstanden und widerspiegle auch das gesamte Album: «Die Lieder sind in verschiedenen Stilrichtungen: Vor allem Pop, aber auch Reggae, Balladen, soulige und rockige Stücke sind auf dem Album», so Rahel Bächtold. Die Texte erzählen vomLeben mit all seinen Facetten. «Viele Geschichten sind wahr und aus Erfahrungen entstanden. Und das Leben ist halt farbig und sehr abwechslungsreich. Von schwarz bis weiss kommt alles vor», so die Muotathalerin. Einige seien aber auch frei erfunden. So zum Beispiel ihr Lieblingslied «Bluemoon », welches von einer komplett anderen Welt handelt, wo der Mond blau, die Sterne rot, die Sonne grün und der Regen violett sind. «Ich versuche, inmeinen Liedern eine Botschaft zu vermitteln. Manchmal ist sie klar, manchmal aber auch versteckt», erklärt Rachel Divà. «Bluemoon» sei wie ein Baby, auf welches sie ganz besonders stolz ist. Es sei der einzige Song, welcher im Studio ziemlich genau so aufgenommen werden konnte, wie sie ihn mit dem Piano geschrieben hat. Die anderen Songs wurden mit den Studiomusikern, mit welchen sie das Album aufgenommen hat, noch angepasst. «Jetzt sind aber alle Songs genau so, wie ich sie mir vorgestellt habe», sagt Rachel Divà und schwärmt von der Zusammenarbeit mit den Profis: «Innerhalb von drei Tagen hatten wir alle Songs im Kasten, obwohl die Band die Lieder vorher noch nie gehört hat.»

Spontanes Selfmadevideo

In völliger Eigenregie hingegen hat sie das Video zum Song «Fallin’ in Love» aufgenommen. Eigentlich habe sie keine Zeit und kein Geld mehr für ein Video gehabt. Eines Abends, als die Sonne so schön schien, habe sie sich spontan ihren Freund Mario und den Laptop geschnappt und sei an den See gefahren. Ohne Plan und nur mit der Webcam des Laptops haben sie spontan ein paar Szenen aufgenommen, bis der Akku runter war, und noch am gleichen Abend zu einem Video zusammengeschnitten. «Wir wollten noch ein zweites in besserer Qualität machen, aber brachten es einfach nicht mehr so spontan und echt hin», lacht Rachel Divà. Sie müsse selber immer wieder lachen, wenn sie das Video anschaut. «Aber ich glaube, die Leute wollen eben genau das echte Leben sehen», meint die Sängerin.

«Schön, wenn man zu zweit ist»

Nicht nur in ihrem Video und in den Texten spielt ihr Freund eine wichtige Rolle: Als Schlagzeuger ihrer Band oder als Support mit der Gitarre, wenn die beiden als Duo unterwegs sind, steht er auch bei vielen Auftritten mit ihr auf der Bühne. «Es ist schön, wenn man zu zweit unterwegs sein kann und ich nicht immer alleine zu allen Terminen muss», lächelt die Muotathalerin. Gefunkt habe es bei den beiden während den Aufnahmen für ihr erstes Album, welches sie vor zwei Jahren in Brunnen aufgenommen hat und wovon es nur 500 CDs gibt. «Es ist halt eine intensive Zeit, man ist von morgens bis abends ‹aufeinander› und lernt sich viel besser kennen», meint sie.

Schon wieder neue Ideen für Songs

Wenn sie ihr jetziges Album mit dem ersten vergleiche, merke sie schon einen Unterschied und sehe ihren Fortschritt. Vor all

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

13.07.2016

Webcode

schwyzkultur.ch/kN1YfL